Blick über den Boston Common Park auf die Skyline von Boston bei Sonnenuntergang

A Perfect Day: Boston an einem Tag

Boston hat einen ganz besonderen Platz im Herzen von Gregor Werner. Warum? Das verrät der Lufthansa Flugbegleiter hier. Und er zeigt uns, wie sein perfekter Tag voller Ostküsten-Köstlichkeiten, idyllischer Parks und historischer Gebäude in der inoffiziellen Hauptstadt Neuenglands aussieht

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9 Uhr: Frühstücken im Park Boston Common

Wenn ich Boston in meinem Dienstplan sehe, freue ich mich immer ganz besonders. Der Grund? Mein allererster Flugeinsatz für Lufthansa führte mich nonstop genau in diese besondere Metropole an der Ostküste der USA. Und das erste Ziel hat bei allen Flugbegleitenden einen besonderen Platz im Herzen.

Zum Start in meinen perfekten Boston-Tag hole ich mir in der Tatte Bakery stets einen Kaffee und ein Croissant. Besonders gern mag ich die Filiale am Park Boston Common, in dem ich dann auch gemütlich in den Tag starte und mein kleines Frühstück im Grünen genieße. Vor allem im Spätsommer, wenn die Blätter der Bäume sich langsam zu färben beginnen, finde ich es  reizvoll, hier die ein oder andere Stunde zu verweilen und dem Trubel zu entfliehen.

Das Massachusetts State House mit seiner goldenen Kuppel in Boston bei sonnigem Wetter
Beeindruckend: das Massachusetts State House, in dem die Regierung des US-Bundesstaats sitzt (© Getty Images; Header-Bild © Getty Images)

10 Uhr: Dem Freedom Trail folgen

Vom Park aus nicht zu übersehen ist das Massachusetts State House, ein imposanter Backsteinbau mit eindrucksvoller goldener Kuppel und weißen Säulen. Ein für seinen Zweck angemessen repräsentativer Bau, denn hier residiert die Regierung von Massachusetts. Wer möchte, kann das Gebäude auf eigene Faust erkunden oder eine Tour buchen – beides übrigens kostenlos –, um mehr über die Architektur und die Geschichte des sechsten US-Bundesstaates zu erfahren.

Ich klinke mich heute aber lieber am Boston Common in den Freedom Trail ein. Dieser rund vier Kilometer lange Weg ist durch in den Boden eingelassene Ziegel markiert und verbindet 16 historisch relevante Sehenswürdigkeiten miteinander. Ich folge dem Trail in Richtung Waterfront, lasse mich treiben und genieße den Anblick der vielen historischen Gebäude. Besonders schön finde ich die Kirche King’s Chapel, vor allem wegen der handgeschnitzten korinthischen Holzsäulen im Inneren.

12 Uhr: Typischer Ostküsten-Lunch im Quincy Market

Kurz bevor ich an der Waterfront ankomme, lege ich einen Zwischenstopp im Quincy Market ein, um eine Kleinigkeit zu essen. Der Markt befindet sich in einem neoklassizistischen Gebäude aus dem 19. Jahrhundert. Hier findet man Marktstände, die allerlei Leckereien anbieten, aber auch Restaurants und Bars. Für mich der perfekte Ort, um einige Klassiker der Ostküstenküche zu probieren: Clam Chowder, cremige Muschelsuppe, oder eine Lobster Roll, ein weiches Briochebrötchen gefüllt mit saftigem Hummerfleisch.

13:30 Uhr: Eine Pause am Wasser im Christopher Columbus Waterfront Park

Nun geht es aber wirklich ans Meer, genauer gesagt in den wunderschönen Christopher Columbus Waterfront Park, der direkt am Wasser liegt. Besonders im Frühjahr, wenn alles blüht, ist es ein toller Spot zum Entspannen und um Fotos zu machen, etwa vor der Statue des Namensgebers Christoph Kolumbus oder unter den bewachsenen Pergolen.

Menschen auf bunten Stühlen im sonnigen Harvard Yard in Cambridge
Ob für eine erfrischende Pause oder zum Büffeln im Freien: Der Harvard Campus bietet jede Menge Grünflächen (© IMAGO)

15 Uhr: Das studentische Flair auf dem Harvard Campus genießen

Boston erkundet man am besten zu Fuß, deshalb mein Tipp: bequeme Sneakers tragen! Zum Harvard Campus fahre ich allerdings mit der U-Bahn, was circa 30 Minuten dauert. Dort angekommen, beeindruckt nicht nur der architektonische Stil der Eliteuniversität, sondern vor allem der Spirit, der dort herrscht: wirklich einzigartig!

Um das Universitätsgelände herum gibt es viele kleine Shops und pittoreske Buchläden, die zum gemütlichen Bummeln einladen. Und natürlich findet man an jeder Ecke Cafés, in denen sich die Studierenden eine kleine Pause und einen Kaffee gönnen. Mein Geheimtipp: das Café Faro, das versteckt in einer Seitengasse und fernab der klassischen Touristenwege liegt. Dort tauche ich vollkommen in den Harvard-Spirit ein, lausche den Gesprächen der Studierenden und fühle mich dabei fast, als wäre ich selbst Student an dieser beeindruckenden Universität.

Hier noch eine Alternative: Wem am Nachmittag eher nach einem entspannten Ausflug ist, der mietet sich am besten ein Auto und fährt nach Plymouth. In keiner anderen Stadt lässt sich die Historie der USA besser erkunden: 1620 legte hier das Schiff Mayflower mit Siedler:innen aus England an. Sie errichteten eine der ersten dauerhaften Siedlungen in Amerika und gingen als „Pilgerväter“ in die Geschichte ein. Eine Nachbildung der Mayflower dient als Museumsschiff und lädt von März bis Oktober zum Besuch ein – für Geschichtsfreaks ein absolutes Muss.

Die Fassade von Giacomo’s Ristorante in Boston mit Gästen und roten Sonnenschirmen
Exzellente Pasta! Gregor Werners Lieblingsitaliener Giacomo’s Ristorante (© Shutterstock)
Ein Stapel Cannoli mit Ricotta-Füllung und Schokoladenstückchen auf einem weißen Teller
Wenn Gregor Werner nach Boston kommt, stehen auf jeden Fall Cannoli auf dem Speiseplan (© Stocksy)
Die Mayflower II liegt im Hafen von Plymouth unter einem teils bewölkten Himmel
Kleiner Ausflug gefällig? Der Besuch der Mayflower in Plymouth ist dafür perfekt, sagt Gregor Werner (© Shutterstock)

19 Uhr: Pasta schlemmen in Little Italy

Abend essen gehe ich am liebsten im Viertel North End, besser bekannt als Little Italy. Was es dort gibt? Natürlich Pasta! Meine liebsten Lokale für einen exzellenten Teller Nudeln sind das Giacomo’s und das Mamma Maria.

21 Uhr: Die besten Cannoli Bostons zum Dessert

Einen Nachtisch im Restaurant verkneife ich mir allerdings, denn nichts rundet meinen perfekten Tag in Boston besser ab als sizilianische Cannoli, die knusprig frittierten, mit Ricotta gefüllten Teigrollen. Wo es die besten gibt? Darüber streiten sich die Bostonians. Die einen schwören auf Mike’s Pastry, für die anderen kommt ausschließlich Modern Pastry in Frage. Mein Tipp: einfach beide probieren und sich selbst eine Meinung bilden.

Zur Person 

Gregor Werner fliegt seit 2023 für Lufthansa und ist mit Leib und Seele Lufthanseat. Als angehender First-Class-Flugbegleiter freut er sich sehr darauf, Gäste künftig noch persönlicher betreuen und besondere Flugerlebnisse gestalten zu dürfen.

Unterwegs in Boston – weitere Tipps aus der Lufthansa Redaktion

  1. Sonnenuntergang mit Blick auf die Skyline: Ein besonders schöner Ort für den frühen Abend ist die Charles River Esplanade. Der Park breitet sich entlang des Flusses aus und bietet einen wunderbaren Blick auf die Skyline von Boston. Vor allem bei Sonnenuntergang, wenn sich das Licht im Wasser spiegelt und dort Joggende sowie Studierende den Tag ausklingen lassen, entsteht eine entspannte Atmosphäre.
  2. Kunst genießen im Isabella Stewart Gardner Museum: Wenn Sie am Nachmittag noch etwas Zeit haben, lohnt sich ein Abstecher in das Isabella Stewart Gardner Museum. Dort begeistert nicht nur die vielseitige Kunstsammlung mit Werken aus Europa, Asien und Amerika die Besucher:innen, sondern auch die Architektur: Das Museum ist in einem Gebäude im Stil eines venezianischen Palazzos untergebracht, und im Innenhof lädt eine Oase mit Pflanzen, Brunnen und Skulpturen zu einem Päuschen ein.
  3. Jazz und Cocktails im historischen Club: Am späten Abend bietet sich ein Besuch im historischen Scullers Jazz Club an. Seit Jahrzehnten treten hier internationale Jazzmusiker:innen auf. In entspannter Atmosphäre können Sie Live-Musik hören und den Tag bei einem Drink ausklingen lassen.

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