Nachhaltigeres Fliegen

Luftverkehr verbindet Menschen, Kulturen und Volkswirtschaften und ist damit ein unverzichtbarer Bestandteil einer globalisierten Welt. Diesen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wert gilt es mit dem Anspruch zu verbinden, die Auswirkungen der Luftfahrt auf Klima und Umwelt weiter zu reduzieren. Um einen emissionsärmeren und damit nachhaltigeren Luftverkehr voranzubringen, investieren Lufthansa und die Lufthansa Group in neue, treibstoffeffiziente Flugzeuge, unterstützen den Einsatz nachhaltiger Flugkraftstoffe (SAF) und verbessern kontinuierlich die betriebliche Effizienz.

Ein Passagier in der Business Class hält ein Smartphone mit einem CO₂-Kompensationssymbol auf dem Bildschirm.

Zusätzlich geben wir Kund:innen die Möglichkeit, selbst konkrete Maßnahmen zu unterstützen, die zu Emissionseinsparungen beitragen. Dazu gehören der Einsatz von zusätzlichem Sustainable Aviation Fuel (SAF) auf zukünftigen Flügen sowie ergänzend die Unterstützung ausgewählter Klimaschutzprojekte, die zur Vermeidung oder Entfernung von CO₂ beitragen.

Lassen Sie uns einen Unterschied machen. Buchen Sie Ihren Beitrag bei Ihrer nächsten Reise einfach mit.

Ihre Möglichkeiten, nachhaltigeres Fliegen zu unterstützen

Buchen Sie Ihren Flug und unterstützen Sie Maßnahmen zur CO₂-Einsparung. Mit Ihrem Beitrag fördern Sie den zusätzlichen Einsatz von nachhaltigen Flugkraftstoffen (Sustainable Aviation Fuel, SAF) im Netzwerk der Lufthansa Group innerhalb von sechs Monaten nach dem Flug und unterstützen zusätzlich ausgewählte Klimaschutzprojekte. Der Beitrag entspricht den geschätzten CO₂-Emissionen Ihres Fluges. Neben CO₂-Emissionen hat Fliegen weitere Auswirkungen auf das Klima. 

Auch für bereits abgeschlossene Flüge können Sie nachträglich einen Beitrag leisten – einfach und jederzeit. Ihre Unterstützung fließt in eine Kombination aus dem Einsatz nachhaltiger Flugkraftstoffe (SAF) und der Unterstützung ausgewählter Klimaschutzprojekte, um zukünftige Flüge ein Stück nachhaltiger zu machen und zum Klimaschutz beizutragen.

Abhängig von Ihrem Reiseziel können Sie entweder innerhalb des Buchungsprozesses oder auch nach einer bereits abgeschlossenen Reise mit nur einem Klick durch die Auswahl eines Paketes zur CO₂-Einsparung Beitrag für nachhaltigeres Fliegen leisten. Alternativ haben Sie bereits bei der Tarifauswahl die Möglichkeit einen sogenannten "Impact" Tarif zu wählen.

Ganz egal für welchen der Wege Sie sich entscheiden: Ihre Wahl macht einen Unterschied.

Lufthansa bietet Ihnen grundsätzlich zwei Möglichkeiten an, zur Einsparung von CO₂-Emissionen beizutragen:

  • Unterstützung des Einsatzes von nachhaltigen Flugkraftstoffen (SAF) für zukünftige Flüge im Umfang eines definierten Anteils der geschätzten CO₂ Emissionen Ihres Fluges.
  • Unterstützung von zertifizierten Klimaschutzprojekten im Umfang der verbleibenden geschätzten CO₂ Emissionen Ihres Fluges.

Die Lufthansa Group sichert zu, dass das SAF innerhalb von sechs Monaten nach Ihrem Flug in den Flugbetrieb eingebracht wird.

Mehrere Möglichkeiten, ein Ziel: Die Klimaauswirkungen des Fliegens reduzieren

Nachhaltiger Flugkraftstoff, sogenanntes Sustainable Aviation Fuels (SAF), wird auf Basis erneuerbarer Energieträger wie gebrauchten Speiseölen und -fetten oder aus Abfällen der Agrarwirtschaft hergestellt. Während SAF bei der Verbrennung eine ähnliche Menge an CO₂-Emissionen verursacht wie herkömmliches Kerosin, sind seine Treibhausgasemissionen über den gesamten Lebenszyklus hinweg um mindestens 80% geringer. Um zur Einsparung von CO₂-Emissionen beizutragen, berechnen wir den benötigten Kraftstoff auf Basis der geschätzten CO₂-Emissionen und stellen sicher, dass genau diese Menge an SAF auf zukünftigen Flügen der Lufthansa Group zum Einsatz kommt.

Das in den Angeboten der Lufthansa Group an Kunden eingesetzte SAF wird zusätzlich zu der in der EU vorgeschriebenen SAF-Quote von 2 % erworben, deren Kosten bereits über einen Umweltkostenzuschlag im Ticketpreis berücksichtigt sind, und innerhalb von sechs Monaten nach dem jeweiligen Flug in den Flugbetrieb der Lufthansa Group integriert. Teile des von der Lufthansa Group verwendeten förderfähigen SAF wurden durch das EU-Emissionshandelssystem kofinanziert.

Die zur Herstellung von SAF eingesetzten Rohstoffe stehen nicht in Konflikt mit Nahrungs- oder Futtermitteln und unterliegen strengen Nachhaltigkeitskriterien, die in der EU-Richtlinie für erneuerbare Energien (RED II) und der RefuelEU-Verordnung für den Luftverkehr festgelegt sind und von unabhängigen Prüfern überprüft werden.

SAF macht derzeit weniger als 1 % des weltweit verbrauchten Flugkraftstoffs aus und kostet etwa drei- bis fünfmal so viel wie fossiler Kraftstoff. Die Lufthansa Group beteiligt sich an zahlreichen Projekten, damit SAF so schnell wie möglich in größeren Mengen verfügbar wird.

Die Lufthansa Group fördert weltweit Klimaschutzprojekte in Zusammenarbeit mit den Anbietern myclimate, First Climate, Ceezer und senken. Hierzu gehören beispielsweise Projekte zur regenerativen Landwirtschaft (engl. „Carbon Farming“) in Deutschland, der Einsatz von Energiesparkochern in afrikanischen Ländern oder die Umwandlung von Biomasse in ein holzkohleähnliches Produkt, sogenannte Biokohle. Darüber hinaus unterstützt die Lufthansa Group den Ausbau neuer Technologien, mit denen CO₂ direkt aus der Umgebungsluft gefiltert und für Jahrhunderte in geologischen Speichern gebunden wird.

Alle Projekte sorgen dafür, dass CO₂-Emissionen entweder vermieden oder über einen langen Zeitraum hinweg aus der Atmosphäre entfernt werden. Da solche Projekte komplexe ökologische und soziale Wirkungszusammenhänge haben, kann das genaue Ausmaß ihrer CO₂-Einsparungen naturgemäß variieren. Durch die Auswahl von extern sorgfältig geprüften Projekten möchten wir sicherstellen, dass Ihre Unterstützung zum Klimaschutz beiträgt. Klimaschutzprojekte außerhalb Europas sind nach den höchsten internationalen Standards zertifiziert: „Gold Standard“ oder „Puro.Earth“. Die Wirksamkeit und Qualität lokaler europäischer Klimaschutzprojekte werden durch nationale Standards wie „Carbon Standards International (CSI)“ oder ISO 14064 gewährleistet.

CO₂-Emissionen und Klimawirkung

Ermittlung der flugbezogenen CO₂-Emissionen pro Passagier 

Bei der Verbrennung von Kerosin in Triebwerken entsteht Kohlenstoffdioxid – besser bekannt als CO₂. Dieses Treibhausgas trägt zum Klimawandel bei. Lufthansa bietet Reisenden die Möglichkeit,  den Einsatz nachhaltiger Flugkraftstoffe (SAF) sowie zusätzlich zertifizierte Klimaschutzprojekte zu unterstützen. 

Die hierfür veranschlagte CO₂-Menge pro Passagier setzt sich aus einer Vielzahl von Einflussgrößen zusammen. Um einen möglichst genauen Wert zu bestimmen, nutzt die Lufthansa Group ein datenbasiertes Modell, welches mit der Klimaschutzorganisation myclimate entwickelt wurde und das auf einen großen Datensatz von Flugdaten der Vergangenheit zugreift. Beispielsweise werden Einflussgrößen wie die ausgewählte Flugstrecke, der durchschnittliche Treibstoffverbrauch auf dieser Strecke, die Reiseklasse und die Auslastung berücksichtigt und ein entsprechender CO₂-Wert pro Passagier ermittelt.

Berücksichtigung von Nicht-CO₂-Effekten 

Neben der Entstehung des Treibhausgases CO₂ bei der Verbrennung von Kerosin in Triebwerken entstehen unter anderem auch Wasserdampf, Stickoxide und feinste Rußpartikel. Diese Emissionen werden als Nicht-CO₂-Emissionen beschrieben.

Die Gesamtauswirkungen des Luftverkehrs auf die Erderwärmung sind nach aktuellem Stand der Wissenschaft nicht allein auf die Wirkung der CO₂-Emissionen beschränkt. Auch die Nicht-CO₂-Emissionen können sich auf das Klima auswirken. Maßgeblich hierfür sind vor allem langlebige Kondensstreifen, die auf sehr wenigen Flügen unter äußerst spezifischen klimatischen Rahmenbedingungen entstehen. Diese langlebigen Kondensstreifen können einen erwärmenden Effekt, aber auch einen kühlenden Effekt auf die Atmosphäre haben, je nachdem unter welchen Bedingungen sie entstehen. 

Da der genaue Effekt auf die Klimawirkung noch nicht ausreichend erforscht ist, findet eine kalkulatorische Berücksichtigung von Nicht-CO₂-Effekten zusätzlich zu der Ermittlung der CO₂-Emissionen pro Fluggast seitens Lufthansa Group aktuell nicht statt. 

Lufthansa Group engagiert sich aktiv in der Erforschung zum besseren Verständnis von Nicht-CO₂-Effekten auf das Klima und entwickelt anwendbare Verfahren, um ihre Entstehung zu vermeiden.

Fragen und Antworten zu SAF

Sie haben noch weitere Fragen zu Sustainable Aviation Fuel?