Team Stories: Nyhavn, Kopenhagens malerischer Hafen, belebt: mit Cafés und Radfahrern an der Promenade

A Perfect Day: Kopenhagen in einem Tag

Design, Architektur und Zimtschnecken – in Kopenhagen trifft Stil auf Gemütlichkeit. Flugbegleiter Till Weisbrod über seine liebsten Orte in der Stadt

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5 Min. Lesezeit
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9 Uhr: Erst mal ein Fahrrad ausleihen

In Kopenhagen soll es mehr Fahrräder als Einwohner geben und insgesamt 382 Kilometer Radweg. Die Stadt eignet sich also perfekt, um sie auf dem Zweirad zu erkunden. Kein Problem, denn Verleihe gibt es an fast jeder Ecke. Ist das Gefährt ausgeliehen, wird es höchste Zeit für ein ausgiebiges Frühstück. Ich beginne den Tag gern im Grød, Kopenhagens erstem Porridge Café. Es gibt mehrere Standorte, einer ist zum Beispiel ganz in der Nähe des Rosenborg Slot.  

10 Uhr: Dänische Kronjuwelen im Rosenborg Slot

Gestärkt durch Porridge und Smoothie, geht es weiter zum Rosenborg Slot. Das Schloss ist eingebettet in den idyllischen Park Kongens Have. Wenn man schon mal da ist, lohnt sich ein Blick ins Innere des aus dem 17. Jahrhundert stammenden Gebäudes. Denn das Museum stellt die dänischen Kronjuwelen aus und auch der Rittersaal weiß zu beeindrucken.  

Verschiedene Smørrebrød-Sorten auf Tellern, typisch dänisches belegtes Brot
Die dänische Spezialität Smørrebrød bedeutet wörtlich „Butterbrot“, begeistert aber durch die Vielfältigkeit der Beläge (© Shutterstock; Header-Bild © Getty Images)

12 Uhr: Die bunten Häuser in Nyhavn fotografieren

Wenn ich in Kopenhagen bin, plane ich immer einen Spaziergang entlang der bunten Häuser am Hafenbecken von Nyhavn ein – die perfekte Fotokulisse, was natürlich auch andere Besucher der Stadt wissen. Die Stimmung hier ist ganz besonders: Die Menschen flanieren am Wasser entlang, essen etwas und freuen sich über Live-Musik. Das älteste Haus ist übrigens die Nummer 9, es wurde 1681 gebaut. In den Hausnummern 18, 20 und 67 soll der Schriftsteller Hans Christian Andersen einige Jahre lang gelebt haben. 

13 Uhr: Der Kleinen Meerjungfrau zuwinken

Nyhavn ist ein guter Startpunkt für Kanalrundfahrten. Viele führen an der Skulptur der Kleinen Meerjungfrau vorbei, der beliebtesten Sehenswürdigkeit der Stadt. Die Erkundungstour auf dem Wasser lohnt sich aber nicht nur, um einen Blick auf die Nixe zu werfen. Vom Boot aus lernt man die Stadt aus einer ganz anderen Perspektive kennen. Wenn die Rundfahrt vorbei ist, laufe von dort aus zum Kastellet und zum Schloss Amalienborg. Ich mag das skandinavische Flair von Kopenhagen. Mir gefallen die alten Gebäude, aber auch der schlichte, reduzierte Einrichtungsstil der Skandinavier:innen. 

14 Uhr: Lunch im Streetfood Market Reffen 

Für einen kleinen Mittagssnack kann ich den Streetfood Market Reffen empfehlen. Auf dem Markt auf der anderen Wasserseite wird internationale und dänische Küche angeboten. Ich freue mich jedes Mal aufs Neue auf Dänemarks kulinarische Klassiker wie Hot Dog oder Softeis mit Schokoladenglasur. 

15 Uhr: Durchs bunte Christiania schlendern

Der nächste Stopp ist zwar kein Geheimtipp, darf für mich aber bei einem Kopenhagen-Besuch nicht ausgelassen werden: Mit dem Rad geht es weiter in den Freistaat Christiania. Die autonome Gemeinde besteht seit 1971 und ist bekannt für den freien Lebensstil der Bewohner:innen. Viele von ihnen haben ihre Häuser selbst gebaut, ein Großteil der Gebäude ist bunt angemalt. Es macht Spaß, durch die kleinen Galerien und Werkstätten zu schlendern.  

16 Uhr: Höchste Zeit für Zimtschnecken 

Vermutlich knurrt mir jetzt schon wieder langsam der Magen. Zurück in der Innenstadt, gönne ich mir zum Kaffee eine saftige Zimtschnecke. Die schmecken eigentlich überall, besonders lecker aber sind sie in der Hart Bageri in der Nähe der Marmorkirken. Wer jetzt wieder genug Energie hat, um die Stadt zu erkunden, kann einen Spaziergang im Botanisk Have, dem Botanischen Garten der Stadt, machen. Das lohnt sich auch bei schlechtem Wetter, denn sehenswert sind hier vor allem die Gewächshäuser aus dem Jahr 1874.  

Amalienborg in Kopenhagen, mit Reiterstatue und Marmorkirche im Hintergrund
So sieht man Schloss Amalienborg selten, denn vor allem um zwölf Uhr, zur Wachablösung, kann es ziemlich voll werden (© Shutterstock)

17 Uhr: Auf dem Rundetårn die Stadt überblicken 

Wenn ich reise, schaue ich mir die Städte auch gern von oben an. Einen wunderschönen Ausblick über Kopenhagens Altstadt bietet die Aussichtsplattform auf dem Rundetårn (runder Turm). Wer hier nach oben möchte, muss nicht unzählige Treppenstufen bis an die Spitze steigen. Ein spiralförmiger Gang schlängelt sich hoch hinauf.  

18:30 Uhr: Hering und Frikadellen im Kronberg

Kopenhagen bietet nicht nur Inspiration in Sachen Mode und Design, sondern auch kulinarisch. Einige Sternerestaurants der Stadt sind weltweit bekannt. Ich mag es allerdings etwas bodenständiger lieber – und vor allem deftig. Superleckeren Hering und köstliche Frikadellen werden im Restaurant Kronborg serviert. Das ist übrigens auch bekannt für die typischen, herzhaft belegten Brote, genannt Smørrebrød.  

20 Uhr: Glitzernde Lichter im Tivoli

Der Tivoli ist zu jeder Jahres- und Tageszeit schön. Abends wird der Vergnügungspark in der Innenstadt atmosphärisch beleuchtet. Besonders sehenswert: der See, an dem sich eine chinesische Pagode befindet. Abends glitzern die Lichter auf dem Wasser. Für mich ist ein Spaziergang durch den Park immer ein stimmungsvoller Abschluss.

Das Renaissance-Schloss Rosenborg Slot in Kopenhagen, umgeben von einem grünen Garten
Das Renaissance-Schloss Rosenborg beherbergt die dänischen Kronjuwelen (© Shutterstock)
Szene aus Christiania in Kopenhagen, Menschen auf der Straße und eine Frau auf dem Fahrrad
Alternativ und cool: die autonome Gemeinde Christiania, 1971 von einer Gruppe Hippies gegründet (© Getty Images)
Nachtansicht des Tivoli in Kopenhagen mit beleuchtetem Pagodengebäude und Achterbahn
Der Vergnügungspark Tivoli aus dem Jahr 1843 gehört zu den ältesten und berühmtesten der Welt (© Shutterstock)

Till Weisbrod

Flugbegleiter Till Weisbrod liebt die einzigartige Energie New Yorks, die Strände Miamis und die malerische Lage San Franciscos an der Westküste Kaliforniens.
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