A Perfect Day: Charlotte an einem Tag
Flugbegleiter Fabian Smolka schätzt das entspannte Flair und die freundliche Art der Menschen in der Universitätsstadt in North Carolina
9 Uhr: Cronuts zum Frühstück
Ich freue mich immer, wenn ich für einen Flug nach Charlotte eingeteilt werde. Mit knapp einer Million Einwohner:innen ist die Stadt kleiner als viele andere US-Metropolen und dadurch deutlich weniger anonym. Die Menschen sind entspannt und freundlich, auf den Straßen herrscht nicht dieselbe Hektik wie etwa in New York oder Los Angeles. Morgens schlendere ich oft vom Crewhotel zu meinem Lieblingscafé Coco and the Director im Stadtzentrum. Es ist bei Student:innen beliebt und bietet frisch belegte Sandwiches und Wraps an. Die Spezialität des Ladens sind Cronuts – eine köstliche Kreuzung aus Croissant und Donut.
10 Uhr: Südstaaten-Flair in Fourth Ward
Im Fourth Ward Historic District tauche ich in Charlottes Vergangenheit ein. Das Viertel ist für seine farbenfrohen alten Holzhäuser bekannt und verströmt typisches Südstaaten-Flair. Mittendrin liegt der Fourth Ward Park – eine grüne Oase mit alten Ahornbäumen und Springbrunnen. Dort komme ich oft mit Hundebesitzer:innen ins Gespräch, die mir alles über ihre kleinen Lieblinge erzählen. Die offene, herzliche Art der Menschen in Charlotte schätze ich sehr. Hier habe ich immer sehr schnell das Gefühl, „angekommen“ zu sein.
11.30 Uhr: Shopping in Downtown
Nur wenige Blocks vom Park entfernt liegt die South Tryon Street – eine geschäftige Straße mit Hochhäusern, Shops und Einkaufszentren. Wie fast überall in Charlotte prägen auch hier Student:innen das Stadtbild, die an der University of North Carolina studieren. Aber auch sonst zieht es viele junge Menschen in die Stadt. Die Mieten sind noch vergleichsweise erschwinglich, es gibt eine lebendige Kulturszene und ein buntes Nachtleben. Kürzlich erzählte mir eine New Yorkerin, dass sie genau aus diesen Gründen nach Charlotte gezogen sei. Auch, weil die Stadt von wunderschöner Natur umgeben ist. Zum Lake Norman mit seinen alten Südstaaten-Villen etwa braucht man von Downtown aus nur eine halbe Stunde mit dem Auto – und in die Smoky Mountains fährt man nicht länger als dreieinhalb Stunden.
Für mehr Infos zu den Tipps bitte auf die Punkte in der Karte klicken.
Unsere Empfehlungen
Coco and the Director, 100 W Trade StDer Link wird in einem neuen Browser-Tab geöffnet
Fourth Ward Park, 301 N Poplar StDer Link wird in einem neuen Browser-Tab geöffnet
Optimist Hall, 1115 N Brevard StDer Link wird in einem neuen Browser-Tab geöffnet
NASCAR Hall of Fame, 400 E M.L.K. Jr BlvdDer Link wird in einem neuen Browser-Tab geöffnet
Mac's Speed Shop, 2511 South BlvdDer Link wird in einem neuen Browser-Tab geöffnet
Sullenberger Aviation Museum, 4108 Minuteman WayDer Link wird in einem neuen Browser-Tab geöffnet
Spectrum Center, 333 E Trade StDer Link wird in einem neuen Browser-Tab geöffnet
Fahrenheit, 222 S Caldwell St 21st FloorDer Link wird in einem neuen Browser-Tab geöffnet
12.30 Uhr: Gerichte aus aller Welt probieren
Mittags probiere ich mich an den Essensständen in der Optimist Food Hall gern einmal um die Welt. Von Sushi über Tapas bis hin zu äthiopischen Spezialitäten werden in der einstigen Textilfabrik Gerichte aus aller Welt angeboten. Ich mag den Industrial-Chic des Gebäudes und den Innenhof mit seiner großen Rasenfläche, in den man sich zum Essen setzen kann. Oft stöbere ich nach dem Mittag in den kleinen Concept Stores, die es ebenfalls in dem Gebäude gibt. The Merchant etwa verkauft Geschirr und Home-Dekor im Vintage-Look, und bei Archer findet man Mitbringsel wie Notizbücher, Postkarten oder Kühlschrankmagneten.
14 Uhr: Alles über die Anfänge des Fliegens ins North Carolina erfahren
Für mich als Flugzeugfan ist das Sullenberger Aviation Museum natürlich ein Muss. Es ist nach dem heldenhaften Piloten Chesley B. Sullenberger benannt, der 2009 ein Flugzeug sicher auf dem Hudson River landete. Mehr als 40 ikonische Flugzeuge aus der Anfangszeit des Fliegens sind dort zu sehen – darunter ein Nachbau des Fliegers, mit dem den Gebrüdern Wright 1903 in North Carolina der erste motorbetriebene Flug gelang.
16 Uhr: Rennwagen in der Nascar Hall of Fame bewundern
In Charlotte fand im Juni 1949 das erste Rennen der höchsten amerikanischen Motorsportliga statt. Alles über den typisch US-amerikanischen Rennsport erfährt man in der Nascar Hall of Fame. Dort werden auch diverse Wagen ausgestellt, und man kann in einem Racing-Simulator testen, wie es sich anfühlt, selbst ein Rennen zu fahren.
19 Uhr: BBQ-Spezialitäten probieren
Normalerweise esse ich kein Fleisch, aber in Charlotte mache ich eine Ausnahme, weil es hier einfach so lecker schmeckt. Bei Mac’s Speed Shop bestelle ich jedes Mal die lokale Spezialität Brisket: geschmorte Rinderbrust, die mehrere Stunden gegart wird und deshalb besonders zart und aromatisch schmeckt. Ein beliebter Bikertreff, in dem die Gäste das Essen am liebsten mit Bier hinunterspülen. Das Abendessen darf allerdings ausfallen, wenn die Charlotte Hornets ein Heimspiel haben. Für die Spiele des lokalen NBA-Basketballteams im Spectrum Center bekommt man meist noch günstige Last-Minute-Tickets.
21 Uhr: Beobachten, wie die Stadt zu glitzern anfängt
Die Rooftopbar Fahrenheit Charlotte befindet sich im 21. Stock eines Hochhauses und ist der Place to be bei Sonnenuntergang. Kaum wird es dunkel, beginnt Charlottes Skyline zu glitzern. Ein wunderschöner Anblick und der perfekte Abschluss für einen Tag Sightseeing in Charlotte.
Zur Person
Fabian Smolka ist seit 2014 bei Lufthansa. Seine Karriere begann er am Check-in-Schalter, seit 2017 ist er als Flugbegleiter weltweit unterwegs – besonders häufig auf Flügen nach Nordamerika und Kanada. An seinem Job gefällt ihm, dass über den Wolken immer die Sonne scheint – ganz gleich, wie das Wetter an seinem Heimatflughafen München oder am Reiseziel auch sein mag.
Bereit, die Welt zu entdecken?
Buchen Sie einen Flug und schreiben Sie Ihre eigene Geschichte. Mit unseren Reisetipps wird sie unvergesslich.