Illustration: Grünes Monster greift über eine Wand nach einem Baseballspieler mit Schläger; im Hintergrund ein Gebäude.

Essentials: Boston

Ein geliebtes grünes Monster und bunte Lichter, die das Wetter vorhersagen: Fünf Dinge über Boston, die Sie überraschen werden

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Boston University Bridge – vier Verkehrsmittel auf einen Blick

An der Boston University Bridge stapelt sich der Verkehr übereinander, in einem seltenen Phänomen: Unten gleiten Boote über den Charles River, darüber rumpeln einspurig Züge, noch eine Ebene höher rollen Autos über eine 1928 diagonal darüber gebaute Brücke – und am Himmel ziehen oft Flugzeuge im Anflug auf Logan Airport vorbei. Vier Ebenen, vier Verkehrsmittel, alles an einem Ort.

Illustration: Personen spielen mit Flugzeug, Auto und Roboter; rechts ein Haus mit Figuren in Fenstern und Weihnachtsbaum.

Fromm statt fröhlich – als Boston das Weihnachtsfest verbot

Das Fest der Liebe ist nicht nur dem Grinch ein Dorn im Auge, im 17. Jahrhundert galt das sogar für ganz Boston. Zwischen 1659 und 1681 waren Weihnachtsfeiern nämlich gesetzlich verboten. Die puritanischen Siedler:innen hielten Weihnachten für ein „unbiblisches“ Fest – zu viel Trunk, zu viel Spaß, zu wenig fromm. Und selbst nach Aufhebung des Verbots blieb der 25. Dezember lange ein normaler Arbeitstag, erst Mitte des 19. Jahrhunderts wurde Weihnachten wieder zunehmend gefeiert.

Der größte Kunstraub der Geschichte – bis heute ungelöst

Am 18. März 1990 spazierten zwei Männer in Polizeiuniformen in der St.-Patrick’s-Day-Nacht ins Isabella Stewart Gardner Museum und verschwanden mit 13 Kunstwerken im Wert von geschätzten 500 Millionen Dollar. Meisterwerke von Rembrandt, Vermeer und Degas – alles weg. Die Bilder sind weiterhin verschwunden, die Täter wurden nie gefasst. Die leeren Rahmen hängen als stumme Mahnmale eines perfekten Verbrechens noch immer im Museum. Der größte unaufgeklärte Kunstraub aller Zeiten bleibt bis heute ein Cold Case.

Illustration: Links Wetterfrosch auf Hochhaus mit Leiter; rechts Bilderrahmen, eine Person trägt einen Rahmen.

Der Wolkenkratzer, der das Wetter voraussagt

Das Berkeley Building in Back Bay trägt seit 1950 eine leuchtende Wetterbake. Rot, Blau, Blinksignale – jede Farbkombination des Lichtturms steht für eine konkrete Vorhersage: blaues Licht für wolkenlosen Himmel, rotes Licht für Regen. Blinkt das Licht, wird es ungemütlicher, kein Blinken signalisiert stabile Verhältnisse. Ein Reim fasst es zusammen: „Steady blue, clear view. Flashing blue, clouds due. Steady red, rain ahead. Flashing red, snow instead.“ Viele Bostonians vertrauen diesem System bis heute mehr als jeder Wetter-App.

Geliebt und gefürchtet – das grüne Baseball-Monster von Boston

Im Fenway Park, Heimat der Boston Red Sox, steht eine der bekanntesten Attraktionen des Baseballs: die über elf Meter hohe grüne Wand im linken Feld, liebevoll das Green Monster genannt. Die Fans lieben sie, weil sie das Spiel unberechenbar macht, die Spieler fürchten sie. Denn wo ein Batter in anderen Stadien längst einen Homerun feiert, kann der Ball hier gnadenlos zurück ins Feld prallen. Größter Fan der Wand ist übrigens Red-Sox-Maskottchen „Wally the Green Monster“, das seinen Namen der XXL-Mauer zu verdanken hat.

Illustration: Grünes Monster greift über eine Wand nach einem Baseballspieler mit Schläger; im Hintergrund ein Gebäude.
(alle Illustrationen © Sylvia Neuner)

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