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Lufthansa Highlights Reisebericht Los Angeles

 

Los Angeles -Große Freiheit Nummer eins

Fünf Tage, vier Nächte, 550 Meilen: Der Highway No. 1 von Los Angeles nach San Francisco gilt als eine der schönsten Straßen der USA. Er führt vorbei an prächtigen Stränden, malerischen Orten und grandiosen Naturschutzgebieten, immer die Küste entlang. Ein Roadmovie über Hippies, Tramps, Unternehmer – und den Wunsch, nie mehr anzuhalten.

 
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Große Freiheit Nummer eins

Los Angeles

Los Angeles:
Der Sand ist noch warm, auf der Promenade sausen Skater über lange Schatten. Jemand klimpert Lieder auf einem mobilen Klavier, die Eisverkäufer machen gute Geschäfte, während die Basketballer ihre Show abziehen. Man spürt diese Leichtigkeit, eine Illusion von Freiheit und ewigem Urlaub, die einen immer wieder hierherkommen lässt. Venice Beach ist die erste Station einer Reise, die in fünf Tagen von Los Angeles nach San Francisco führen soll, immer Richtung Norden auf der California State Route 1, auch Pacific Coast Highway oder Highway No. 1 genannt, für manchen die schönsten 550 Meilen der Welt.
Los Angeles – Pismo Beach

Los Angeles – Pismo Beach:
Früher war Andre, der Hippie mit Kopftuch, eine Berühmtheit auf der Veranda des Neptune’s Net, dem Highway-Diner mit dem schnellsten Highway-Fisch, kurz hinter Malibu. Früher verkaufte man ein T-Shirt mit seinem Konterfei, und die Gäste ließen sich gern mit ihm fotografieren. „Alles anders“, murmelt er heute durch seinen Bart und beschwert sich, dass die Gegend immer teurer wird und kaum noch Platz für Leute wie ihn bietet. Nach dem Zwischenstopp geht es dann weiter nach Norden: Neben dem Asphalt fallen die Felsen jetzt steil ab in den Ozean, Wolken bleiben in den Wänden hängen. Aus einer schönen Strecke wird die versprochene Traumstraße. Die Autofenster sind unten, warme Seeluft erfüllt den Chevrolet Tahoe, man möchte nie wieder anhalten.


Pismo Beach – Carmel

Pismo Beach – Carmel:
Hinter San Simeon wird die Landschaft wild und schroff. Der Blick geht an der Steilküste von Big Sur weit hinaus auf den Ozean und tief hinunter in den Abgrund. Kein Diner, keine Tankstelle, nicht mal ein Imbiss findet sich entlang der Strecke. Nur etwa 1000 Menschen sollen hier leben, dafür aber viele Seelöwen, Seeotter und Kondore, vor der Küste tauchen regelmäßig Grauwale auf. Man fährt durch tief hängende Wolken, man passiert Konstruktionen wie die Bixby Bridge und die Rocky Creek Bridge und betet heimlich, dass die Bremsen des schweren Tahoe nicht versagen. Viele Biker sind unterwegs, aber nur wenige Wohnmobile. Dies hier ist Abenteurerland, und man fühlt sich angenehm betäubt, als die ersten Häuser von Carmel-by-the-Sea erreicht sind.


Carmel

Carmel:
Im Immobilienteil der Lokalzeitung, die übersetzt „Kiefernzapfen“ heißt, findet man kein Haus unter einer Million Dollar; ein Grundstück an Loch 18 des Golfkurses wird derzeit für 30 Millionen angeboten. Carmel ist eine Art Insel der Reichen und Berühmten. Auf der Mission Ranch des ehemaligen Bürgermeisters Clint Eastwood sieht es aus wie in einem sehr klassischen amerikanischen Traum: weiße Zäune, breite Veranden, der Rasen wie hingekämmt, akkurat beschnittene Bäume. Ohne Karte kann man sich auf dem Anwesen verlaufen. Zum Frühstück, das im Tennisklub serviert wird, gibt es trotzdem nur trockene Bagel und Joghurt aus Plastikbechern. Hier stört sich niemand daran.


Carmel – San Francisco

Carmel – San Francisco:
Wenige Stunden später, als San Francisco nicht mehr weit ist – die Golden Gate Bridge, Nick’s Lighthouse unten am Hafen, all die Klassiker –, kommen wir an drei jungen Leuten und einem Hund vorbei, die im Staub des Highways hocken. Octavia, Eric und Corey heißen die Tramper, alle Anfang 20, alle mit Ringen in Nasen und Ohren, alle von der Ostküste, sie sind seit drei Wochen unterwegs. Der schwarze Mischling ist Ricky. Klappt das denn, trampen zu dritt, mit Hund? – „Geht so. Die erste Mitfahrt war nach ein paar Minuten klar. Heute dauert es den ganzen Tag.“ Wie reagieren Autofahrer? – „Manche brüllen komische Sachen, aber noch ist nichts Schlimmes passiert. In Kalifornien sind die Leute aufgeschlossener als im Mittleren Westen.“ Und die Cops? – „Kommt darauf an.“ Wo wollt ihr hin? – „Los Angeles.“ Am liebsten möchte man sofort umdrehen und mit ihnen zurückfahren, zurück nach L. A.


San Francisco

San Francisco:
Das Fairmont Hotel, der herrlich altmodische Kasten oben auf dem Berg: In der Lobby fällt die Herzlichkeit eines älteren Herrn mit goldenen Schlüsseln am Revers auf. Tom Wolfe, 67 und nicht verwandt mit dem gleichnamigen amerikanischen Schriftsteller, war mal der erste Concierge in den USA. „Ein Concierge braucht ein großes Herz und viel Geduld“, erklärt er. Bei der Fahrt zum Flughafen läuft dann „I left my heart in San Francisco“ von Tony Bennett. Zum ersten Mal sang er es auf einer Bühne im Fairmont. Für Mister Wolfe ist Bennett der letzte Klassiker. Einmal, Wolfe war wirklich stark beschäftigt, habe ein älterer Herr fünf Minuten auf ihn, den Concierge, gewartet. Es war Tony Bennett. So sieht er aus, der Stolz von San Francisco.
 
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Tipps:

The Ambrose:
Ein Hotel, das englischen Landhausstil mit asiatischen Einflüssen kombiniert. Auch als besonders umweltfreundlich wurde The Ambrose bereits ausgezeichnet.

Info:
The Ambrose: 1255 20th Street, Santa Monica, Tel. +1-310/315 15 55. www.ambrosehotel.com
Edgewater Inn:
Noch amerikanischer geht’s wirklich nicht! Dieses saubere und günstige Motel liegt sogar direkt am Meer, morgens brummen die Pick-ups vor der Tür.

Info:
Edgewater Inn & Suites: 280 Wadsworth, Pismo Beach, Tel. +1-888/248 13 54. www.edgewater-inn.com
Splash Cafe:
Weit und breit gibt’s kein besseres Frühstück, der Kaffee ist hier angenehm schwarz und stark. Das Ambiente erinnert an eine aufgeräumte Surferbude.

Info:
Splash Café: 197 Pomeroy Avenue, Pismo Beach, Tel. +1-805/773 46 53. www.splashcafe.com
Mission Ranch:
Hotel und Restaurant in einer historischen Ranch. Besitzer des Anwesens in Carmel ist Clint Eastwood – der zwischenzeitlich auch als Bürgermeister des Orts amtierte.

Info:
Mission Ranch Hotel: 26270 Dolores St., Carmel, Tel. +1-831/624 64 36. www.missionranchcarmel.com
The Fairmont:
Halb Luxushotel, halb Museum: Hier traten schon Legenden wie Ella Fitzgerald, Marlene Dietrich und Tony Bennett auf.

Info:
The Fairmont: 950 Mason St., San Francisco, Tel. +1-415/772 50 00. www.fairmont.com/sanfrancisco
Nick’s Lighthouse:
Unten am Fisherman’s Wharf brodelt dieses Restaurant, die Kellner tragen (noch) lebende Krebse und Hummer durch die Gegend.

Info:
Nick’s Lightshouse: #5 Fisherman’s Wharf, San Francisco, Tel. +1-415/929 13 00. www.nickslighthouse.com
 

Fotos: LOOK-foto, Jörg Klaus (5), PR

 
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