Europameisterschaft in Deutschland: Ihr Guide zu den 10 EM-Austragungsorten
51 EM-Spiele an 10 deutschen Austragungsstätten: Wo ab dem 14. Juni 2024 der Fußball rollt, verraten wir Ihnen hier im Video – außerdem unsere Pro-Tipps, was Sie jenseits des Stadions in den Gastgeberstädten unbedingt erleben sollten
Sind Sie bereit für ein zweites Sommermärchen? Die Europameisterschaft in Deutschland steht vor der Tür, und 10 deutsche Städte werden als EM-Spielorte Zehntausende Fußballfans aus aller Welt anziehen. Welche Städte das sind, was sie und ihre Bewohner:innen im Kern auszeichnet und welche Highlights Sie bei einem Besuch unter keinen Umständen verpassen sollten, haben wir in diesem Video für Sie zusammengefasst.
Von der berüchtigten Hamburger Reeperbahn bis zur Studentenkneipe in Leipzig, von der Berliner Currywurst bis zur Maultasche in Stuttgart – das sind unsere Tipps für alle deutschen EM-Spielorte.
Berlin
Die Currywurst ist nicht nur der Kraftriegel der deutschen Facharbeiter, sondern auch der Treibstoff hiesiger Fußballfans. Eine hervorragende Wurst gibt es beim Imbiss Olympische Brücke, der praktischerweise nur 800 Meter vom Olympiastadion entfernt liegt, in dem 6 EM-Spiele stattfinden. Aber egal, wo man gerade rumläuft, der Currywurst Finder Berlin lotst einen sicher zur nächstgelegenen Bude. Wem die Kombination aus deutscher Bratwurst und indischem Gewürzpulver suspekt ist, probiert in Charlottenburg den Döner im Superhahn. Diesen Kebap lassen sich sogar Sterneköche wie Tim Raue schmecken.
Wie wäre es mit Chillen in einer Strandbar, die gar keine Strandbar ist? Im Club der Visionäre am Landwehrkanal kann man schon tagsüber seine Füße vom Holzsteg ins Wasser baumeln lassen und dabei einen Drink schlürfen. Wer tanzen möchte, bleibt einfach sitzen und wartet, bis die elektronische Musik härter und die Menschenmenge größer wird. Die Alternative: ein Umzug in die ehemalige Bärenquell-Brauerei. Das Backsteingebäude beheimatet heute das RSO, derzeit einer der angesagtesten Techno-Clubs der Stadt.
Köln
Gebratene Blutwurst (in Köln sagt man Flönz) mit Kartoffelpüree, Äpfeln und Röstzwiebeln – diese deftige Kombination nennt sich Himmel un Ääd. Ganz vorzüglich gibt es das Gericht in der Brauerei Zur Malzmühle oder in der Wirtschaft Kleine Glocke. Dazu wird – natürlich – Kölsch gereicht. Von dem 0,2 Liter Bier bringen die Kellner:innen übrigens unaufgefordert ein neues, sobald Sie ausgetrunken haben. Um diesen Automatismus zu stoppen, müssen Sie lediglich den Bierdeckel auf Ihr Glas (Stange genannt) legen.
Dortmund
In der drittgrößten Stadt Nordrhein-Westfalens sollten Sie unbedingt das Dortmunder U besuchen, einen ehemaligen Gär- und Lagerkeller der Dortmunder Union Brauerei, der heute ein Kreativzentrum ist. Was man dort erleben kann? Entweder im sechsten Stock eine der wechselnden Kunstaustellungen bestaunen oder an bestimmten Tagen einen Film im Kino schauen.
Nach der Hochkultur erkunden Sie am besten die Kneipenkultur Dortmunds. Bestellen Sie Stößchen und Salzkuchen, ein kleines Bier und einen Gebäckkringel mit Kümmel, der mit Mett und Zwiebeln belegt ist. Hömma, mehr Dortmund geht nicht!
Düsseldorf
In Düsseldorf gibt es nicht nur gut ausgebaute Öffis, sondern man kommt auch als Fußgänger sicher voran. Die Stadt am Rhein ist die einzige in Deutschland, deren Fußgängerampeln eine Gelbphase haben. Zu Fuß erkundet man auch am besten die Rheinuferpromenade – und wenn man nach dem Essen den ein oder anderen Killepitsch, den berühmten Düsseldorfer Kräuterlikör, genossen hat, lässt man Fahrrad und Auto sowieso lieber stehen.
Frankfurt
Vielleicht liegt es an den vielen Bankern und Geschäftsleuten in Frankfurt, dass man sich hier gerne zum Lunch trifft – und das selbst dann, wenn es nicht um große Deals geht. Ein schöner Spot für ein Mittagessen ist die Kleinmarkthalle, in der die Auswahl – anders als es der Name nahelegt – riesig ist. Ein uriges Lokal in Sachsenhausen ist das Zum Gemalten Haus, in dem Sie natürlich ein Gericht mit Frankfurter Grüner Soße probieren und dazu Apfelwein trinken sollten.
So gestärkt können Sie das reichhaltige kulturelle Angebot Frankfurts erkunden. Besonders zu empfehlen: das Städel Museum, eines der bedeutendsten Kunstmuseen Deutschlands.
Gelsenkirchen
In Gelsenkirchen dreht sich (fast) alles um Fußball. Genauer gesagt: um Schalke 04. Ein beliebter Treffpunkt der Fans ist das Vereinslokal Schalke 04 Bosch. Hier können Sie hautnah erleben, wie aufgeschlossen, liebenswürdig und redselig die Menschen im Pott sind. Auf was Sie allerdings lieber verzichten sollten: Sympathiebekundungen für einen gewissen Club aus Dortmund…
Hamburg
Stadt- oder Hafenrundfahrt? Stadtkreuzfahrt! In Hamburg gibt es tatsächlich einen Amphibienbus, der Sie durch die Stadt fährt und durch den Hafen schippert. Das Ganze nennt sich HafenCity RiverBus und dauert etwa 70 Minuten.
Zur Stärkung empfehlen wir typische Hamburger Köstlichkeiten mit Fisch. Die bestellen Sie zum Beispiel im urigen Kultlokal Veddeler Fischgaststätte, wo saure Bratheringe und Fischfrikadellen auf der Karte stehen. Ein typisches Hamburger Fischbrötchen gibt es an der Reeperbahn im Kleine Haie, große Fische. Direkt gegenüber finden Sie übrigens ein weiteres St. Pauli-Original: die Kneipe Zum Silbersack.
Leipzig
Das Studenten-Flair Leipzigs atmen Sie am besten im Noch Besser Leben ein, eine Mischung aus Studi-Kneipe, Hostel und Veranstaltungsort für Livemusik und Kultur-Events. Sie wollen danach noch tanzen gehen? Das Institut für Zukunft (IfZ) mag wie eine Behörde klingen, ist aber einer der coolsten Elektroclubs der Stadt. Auch Spätis gibt es nicht nur in Berlin, sondern auch in Leipzig: Im alternativen Viertel Connewitz können Sie im Lazy Dog bis spät in die Nacht noch Getränke und Kleinkram kaufen.
München
Die Münchner lieben ihre Mischgetränke im Sommer. Ein Helles mit Zitronenlimo heißt Radler, eine Mischung aus Cola und Orangenlimonade nennen im Süden Deutschlands alle Spezi. Beides können Sie inmitten der Stadt am Sendlinger Tor bestellen und sich gleichzeitig wie in einem kleinen Wäldchen fühlen. Denn: Im Nussbaumpark gibt es seit diesem Jahr einen Biergarten, der vom fesch, einem queeren Wirtshaus, betrieben wird. Wen es tatsächlich weiter rauszieht, der radelt zur Großhesseloher Brücke in Pullach. Entweder Sie packen sich ein paar Radler ein und setzen sich damit dort an die Isar oder Sie bestellen eine Erfrischung im Kosum Kiosk, wo zu später Stunde gerne mal ein DJ auflegt und eine spontane Party ihren Lauf nimmt.
Auch wenn der Englische Garten in der bayerischen Metropole ein Muss ist, sollten Sie für echtes München-Feeling auch durch einen der vielen anderen Parks spazieren. Da wäre zum Beispiel der sehr versteckte Rosengarten in Untergiesing oder der Westpark, in dem es das Gans am Wasser gibt, eine Mischung aus Café und Biergarten mit Foodtrucks (mit vielen vegetarischen und veganen Gerichten) und wechselndem Musikprogramm.
Stuttgart
In Stuttgart muss man zwei Dinge probieren: Maultaschen und Käsespätzle. Maultaschen essen Sie sehr gut im Herr Kächele Maultaschen und mehr – und das Praktische ist: Wenn Sie von der schwäbischen Nudelspezialität begeistert sind, können Sie dort welche vakuumiert als Mitbringsel kaufen. Exzellente Käsespätzle servieren die Kellner:innen in der Weinstube Fröhlich.
Apropos Wein: Eine weitere Besonderheit in Stuttgart sind die Besenwirtschaften. Kleine Lokale von Weingütern, in denen die Winzer ihren eigenen Wein direkt ausschenken – allerdings nur für maximal vier Monate im Jahr. Ob eine Besenwirtschaft geöffnet hat, erkennt man am Besen, der am Eingang hängt.
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