What I’ve Learned in Bengaluru: Meine Erfahrungen
Die Software-Entwicklerin Angel Murugesan stammt aus Indiens Technologiehochburg Bengaluru und arbeitet seit 2022 in Ulm. Hier erzählt sie, wie ihre Heimatstadt sie geprägt hat
Die Essenz
Wenn ich an meine Heimatstadt denke, verspüre ich sofort ein Gefühl von Freiheit. Bengaluru ist offener und toleranter als die meisten Metropolen Indiens und zieht Menschen aus dem ganzen Land an. Sie kommen zum Studieren oder um Karriere in der lebendigen Musikszene der Stadt zu machen.
Das Lebensgefühl
In Bengaluru lieben wir es, unsere Gefühle miteinander zu teilen. Wir gehen zum Beispiel sehr gern in großen Gruppen ins Kino. Dort lachen wir an jeder witzigen Stelle laut miteinander und kreischen, wenn der Held des Films ins Bild kommt. Weiterer gemeinschaftlicher Höhepunkt: wenn die ganze Stadt das Lichterfest Diwali feiert.
Die Menschen
Die Menschen in Bengaluru sind sehr offen und neugierig und heißen jeden herzlich willkommen. Auf meine Schule gingen Kinder aus ganz Indien. So kam ich schon früh mit vielen verschiedenen Kulturen in Kontakt. Deshalb spreche ich, wie die meisten Einwohner der Stadt, mehrere indische Sprachen.
Die Erkenntnis
Als ich nach Deutschland kam, ist mir bewusst geworden, wie digitalisiert das Leben in Indien bereits ist. Dort hatte ich seit Jahren keinen Brief mehr erhalten oder mit Bargeld gezahlt. Überrascht hat mich auch, dass in Deutschland relativ wenig Frauen in der IT-Branche arbeiten. In Bengaluru ist das ganz anders.
Für Freund:innen
Nachts, wenn alles in bunte Lichter getaucht ist, versprüht die Stadt ihre einzigartige Magie. Mit Freund:innen war ich oft im Gastro-Pub Byg Brewski, wo wir Gerichte aus ganz Indien und Biersorten aus aller Welt probierten. Manchmal haben wir uns mitten in der Nacht ein Eis bei Cream Stone geholt und sind danach ins Kino gegangen. Besonders schön ist das PVR Director's Cut mit seinen Luxussitzen. Tagsüber war ich gern in einem der vielen Einkaufszentren der Stadt shoppen, wo viele internationale Modeketten vertreten sind. Das passt zum Look junger Frauen in Bengaluru, die lieber Shorts und Röcke statt traditioneller indischer Kleidung tragen.
Zur Person:
Angel Murugesan stammt aus Bengaluru und hat dort bereits sechs Jahren im IT-Bereich gerarbeitet bevor sie 2022 nach Ulm zog, um dort als Software-Entwicklerin für Nokia zu arbeiten. An Deutschland fasziniert sie die Stille – und dass dort fast alle die Verkehrsregeln befolgen.
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