A Perfect Day: Budapest an einem Tag
Sie wollen an einem Tag möglichst viel erleben in Budapest? Dann folgen Sie dem Programm, das Lufthansa Flugbegleiterin Anna Dittrich-Futas für ihre Heimatstadt empfiehlt – vollgepackt mit Tipps zu Kultur, herrlichen Ausblicken und ungarischen Köstlichkeiten
9 Uhr: Grandioses Frühstück im Central Grand Cafe
In meinen perfekten Budapest-Tag starte ich im V. Bezirk – und zwar mit einem Frühstück im Central Grand Cafe, einem klassischen Kaffeehaus aus dem 19. Jahrhundert. Elegantes Interieur, hohe Decken, so gut wie nie überlaufen – perfekt, um sich zum morgendlichen Kaffee mit einem Croissant, einer Eierspeise oder einem ungarischen Strudel zu stärken. Wobei wir zum Strudel später noch kommen.
10 Uhr: Einkauf in der Großen Markthalle
Die Große Markthalle – auf Ungarisch Nagy Vásárcsarnok – ist zu Recht berühmt. Unter dem Dach des schmucken Baus, der beinahe sakral wirkt, bieten an über 180 Marktständen Händler:innen Waren feil. Ich empfehle, vormittags zwischen den Ständen umherzuschlendern, wenn sich noch nicht so viele Tourist:innen tummeln. Viele Verkäufer:innen grüßen mich, weil ich hier oft frisches Obst kaufe – und das Wichtigste: Paprika. Ob als Pulver oder Schote, die ich wie viele meiner Landsleute morgens, mittags und abends essen könnte.
Was viele nicht wissen: In der Markthalle kann man vom Obergeschoss aus das Treiben genießen – und wunderbar speisen, zum Beispiel leckeren Lángos.
11 Uhr: Über die Brücke und auf den Berg
In unmittelbarer Nähe des Markts führt meine Lieblingsbrücke in Budapest, die Freiheitsbrücke, über die Donau. Beim Hinüberlaufen sehe ich bereits das nächste Ziel: den Gellértberg, auf dem die Freiheitsstatue thront: eine Frauengestalt aus Bronze, die einen Palmwedel in den Himmel hält.
Für den Aufstieg sollte man 25 Minuten einplanen. Oben wird man dafür mit einem einzigartigen Blick über die Stadt belohnt, der sogar noch besser ist als der aus dem Burgpalast im Stadtteil Buda. Ich gehe auf der anderen Seite des Hügels hinab und zum Batthyány tér. Von dem Platz aus hat man die schönste Sicht auf das Parlament an der gegenüberliegenden Donauseite.
Für mehr Infos zu den Tipps bitte auf die Punkte in der Karte klicken.
Unsere Empfehlungen
Centrál Grand Cafe, Károlyi utca 9Der Link wird in einem neuen Browser-Tab geöffnet
Große MarkthalleDer Link wird in einem neuen Browser-Tab geöffnet
FreiheitsbrückeDer Link wird in einem neuen Browser-Tab geöffnet
GellértbergDer Link wird in einem neuen Browser-Tab geöffnet
Parlamentsgebäude, Kossuth Lajos tér 1-3Der Link wird in einem neuen Browser-Tab geöffnet
Szamos Cafe, Kossuth Lajos tér 10Der Link wird in einem neuen Browser-Tab geöffnet
Schuhe am DonauuferDer Link wird in einem neuen Browser-Tab geöffnet
St.-Stephans-Basilika, Szent István tér 1Der Link wird in einem neuen Browser-Tab geöffnet
MargareteninselDer Link wird in einem neuen Browser-Tab geöffnet
Rudas-Bad, Döbrentei tér 9Der Link wird in einem neuen Browser-Tab geöffnet
360 Bar, Andrássy út 39Der Link wird in einem neuen Browser-Tab geöffnet
Gettó Gulyás, Wesselényi utca 18Der Link wird in einem neuen Browser-Tab geöffnet
Gozsdu UdvarDer Link wird in einem neuen Browser-Tab geöffnet
12:30 Uhr: Parlament und Pralinen
Von der Haltestelle Batthyány tér fahre ich eine Station mit der U-Bahn zum Kossuth tér und stehe direkt vor dem neogotischen Parlamentsgebäude. Wer etwas mehr Zeit mitbringt, macht hier eine Führung mit und lernt Interessantes über die ungarische Geschichte. Zu sehen gibt es dort auch die Stephanskrone des ehemaligen Königreichs Ungarn.
Die Lust auf Süßes lockt mich ins nahegelegene Szamos Cafe. Dort kaufe ich das berühmte Szamos-Marzipan – ein heißbegehrtes Mitbringsel bei meinen Freund:innen.
13:30 Uhr: Strudel zum Lunch
Nach dem Mittagessen gibt es nun endlich ungarischen Strudel – und das in der ersten Adresse Budapests dafür: dem Elsö Pesti Rétesház, zu Deutsch Erstem Pester Strudelhaus. Klassische Füllungen sind Kirschen, Mohn (oder auch beides) und Quark. Wer Lust auf etwas Herzhaftes hat, bestellt einen mit Kohl – oder eine der Suppen, denn die werden in Ungarn sehr gern und beinahe täglich gegessen.
14:30 Uhr: Schuhe am Donauufer
Etwa 300 Meter südlich des Parlaments stehen 60 Paar Schuhe aus Gusseisen an der Donau. Ein Mahnmal für tausende Menschen jüdischen Glaubens, die gegen Ende des Zweiten Weltkriegs der faschistischen Diktatur zum Opfer fielen und am Donauufer erschossen wurden. Ein bedrückender Anblick … Ich finde es aber wichtig, sich auch mit düsteren Seiten der Geschichte auseinanderzusetzen und der Opfer zu gedenken.
15 Uhr: Das größte Gotteshaus der Stadt
Zeit für einen Abstecher zur St.-Stephans-Basilika. Der Eintritt in die größte Kirche Budapests ist zwar nicht kostenlos, aber das Geld allemal wert. Besonders beeindruckend: die 96 Meter hohe und mit einem Mosaik geschmückte Kuppel.
16 Uhr: Auf der Margareteninsel oder im Rudas-Bad relaxen
Bei schönem Wetter steige ich an der Haltestelle Kossuth Lajos tér in die Tram 2 und fahre etwa 20 Minuten zur Margareteninsel, die inmitten der Donau liegt und zum Flanieren einlädt. Auf Besucher:innen warten ein Schwimmbad und ein kleiner Zoo – und Bars, die Weinschorle (wir nennen das Getränk Fröccs) zur Erfrischung anbieten.
Sollte es kühl oder regnerisch sein, würde ich stattdessen das Rudas-Bad aufsuchen und mich im 36 Grad warmen Wasser (in Ungarn baden wir gern heiß!) des osmanischen Thermalbads aufwärmen. Im Panoramapool auf dem Dach geht das sogar mit einem wunderbaren Blick auf die Donau.
18 Uhr: Ein Aperitif über den Dächern der Stadt
Für einen Aperitif empfehle ich die 360 Bar, die ich so sehr mag, dass ich dort schon mal meinen Geburtstag gefeiert habe. Der Name sagt alles: Einen Cocktail genießt man dort mit einem 360-Grad-Blick über die Stadt – bei Sonnenuntergang natürlich doppelt schön! Das ist allerdings kein Geheimnis, deshalb: unbedingt reservieren!
20 Uhr: Zum Abendessen Gulasch – was sonst?
Weil der Magen schon knurrt, empfehle ich ein Restaurant, das nur etwa 20 Gehminuten von der Bar entfernt liegt. Ein kleiner Umweg ist hier allerdings schon eingepreist, so dass ich auf der Andrássy út, der berühmtesten Prachtstraße Ungarns, an der Oper vorbeigehe und kurz vor meinem Ziel einen Blick auf die eindrucksvolle Fassade der Großen Synagoge an der Dohánystraße werfen kann. Angekommen im Restaurant Gettó Gulyás gibt es natürlich nur eine Wahl: Gulasch! Weitere traditionelle Gerichte und feine ungarische Weine stehen selbstverständlich ebenfalls auf der Karte.
21 Uhr: Auf einen Absacker in den Gozsdu Udvar
Ein Tipp, den ich gern mit Lufthansa Kolleg:innen teile: Gozsdu Udvar, ein großer Innenhof mit vielen verschiedenen Bars. Ob beim Salsa-Abend, bei einem Drink in einer American-Style-Bar oder beim ehrlichen Bier – hier klingt der Abend entspannt aus.
Zur Person
Die gebürtige Ungarin Anna Dittrich-Futas heuerte 2015 bei Lufthansa an. Beruflich wie privat fliegt die Flugbegleiterin gern in ihre Heimatstadt Budapest, liebt insbesondere aber auch Einsätze auf der Langstrecke. Zu ihren favorisierten Destinationen zählen die Westküstenmetropolen der USA, Japan und Südafrika.
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