Be Picky Prag: Ausgewählte Tipps von Insidern
Prag wird auch die „Stadt der hundert Türme“ genannt. Einer davon sticht besonders hervor: der Prager Fernsehturm. Brutalistische Entgleisung oder Paradebeispiel des High-Tech-Stils? Für Flugbegleiter Dominik Link ist die Antwort klar
Ecken und Kanten? Her damit! Ich bin ein Fan von moderner Architektur, die auch mal aneckt – wie der Prager Fernsehturm. Er galt als eines der hässlichsten Gebäude der Welt, war den Prager:innen seit seiner Eröffnung 1992 verhasst. Aber Zeiten ändern sich, und so haben sie den 216 Meter hohen Turm inzwischen in den Kreis der Prager Wahrzeichen aufgenommen.
Bei gutem Wetter reicht der Blick von der verglasten Aussichtsplattform bis zu den umliegenden Bergen. Im Restaurant Oblaca erwartet die Gäste Hochgenuss – im wahrsten Sinne des Wortes: In 66 Meter Höhe wird mit Speisen wie Kalbstatar mit schwarzem Trüffel und Wachtelei oder Poulet au Vin mit Süßkartoffelpüree Spitzenküche serviert. Natürlich isst das Auge mit: Von allen Plätzen kann man das spektakuläre Panorama genießen.
Wenn es dunkel wird, funkelt der Turm in den tschechischen Nationalfarben Weiß, Rot und Blau. Dabei kommt auch die Kunstinstallation Babies toll zur Geltung. Sie besteht aus zehn riesigen, gesichtslosen Babys, die scheinbar den Fernsehturm hochkrabbeln. Der Bildhauer David Černý ersetzte die Gesichter der Babys durch einen eingedrückten Barcode, was ihnen ein futuristisches und zugleich verstörendes Aussehen verleiht. Ein beeindruckendes Kunstwerk.
Weitere Geheimtipps für Prag aus der Lufthansa Insights Redaktion
Nicht mehr alle Tassen im Schrank: Im Keramik-Café Kafe & Hrnky hängen die handgefertigten Kaffeetassen von der Decke. Besucher:innen können bei einem Cappuccino selbst Keramik bemalen – und kaufen.
Grünes Kontrastprogramm: Unweit vom Wenzelsplatz liegt ein kleines, abgeschiedenes Idyll mit Eibenhecken, Rosenbögen und Obstbäumen. Ursprünglich als Klostergarten angelegt, ist der Franziskanergarten heute ein beliebter Rückzugsort, um dem Prager Stadttrubel zu entfliehen.
Genug Gulasch gehabt? Der Manifesto Market Anděl bietet kulinarische Abwechslung für jeden Geschmack. In cool gestalteten Containern werden Gerichte aus aller Welt wie mexikanische Tacos, Fleischspieße aus dem Kaukasus oder japanische Ramen zubereitet. Dazu gibt’s Veranstaltungen wie Speed-Dating, Yoga und Live-Musik.
Zur Person
Dominik Link hat Verkehrsingenieurwesen studiert und ist seit 2017 bei Lufthansa. Neben seiner Tätigkeit als Flugbegleiter ist Dominik vor allem am Boden im Einsatz: Am Münchener Flughafen arbeitet er als stellvertretender Betriebsleiter des unterirdischen Personentransportsystems im Terminal 2.
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