Luftaufnahme einer traditionellen Tempelanlage mit orangefarbenen Dächern, umgeben von dichtem Grün und moderner Skyline im Hintergrund.

A Perfect Day: Peking an einem Tag

Die Lufthansa Flugbegleiterin Tian Tian-Kenneweg wurde in Peking geboren – und zeigt uns die verschiedenen Facetten ihrer Heimatstadt: historische Bauten und das hochmoderne Sanlitun-Viertel, klassische Peking-Ente und innovative Cocktails aus traditionellen chinesischen Zutaten 

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6 Min. Lesezeit
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9 Uhr: Frühstücksbuffet im Nobelhotel 

Für ein ausgiebiges Frühstück empfehle ich das Kempinski Hotel Beijing Yansha Center. Man muss nicht im Hotel wohnen, um das riesige Buffet genießen zu können. Das Besondere: Hier gibt es neben dem westlichen Angebot – darunter sogar Leberkäse! – auch chinesisches Frühstück. In Peking trinken wir gern Sojamilch, essen Nudeln und Tofu in würziger Soße. Wer weniger Zeit (oder Hunger) hat, holt sich im Kempi Deli, das sich ebenfalls im Kempinski befindet, einen Kaffee und ein knuspriges Croissant to go. Übrigens, wer nachmittags dort ist, sollte einen deutschen Klassiker probieren: Schwarzwälder Kirschtorte. Sie schmeckt himmlisch, wurde allerdings etwas an den chinesischen Geschmack angepasst: weniger Sahne, weniger Alkohol, mehr Kirschen. 

Eingang des Restaurants Kempi Deli mit rot-weiß gestreiften Markisen, beleuchteten Werbedisplays und Sitzplätzen im Innenbereich.
Perfekt für ein leckeres Frühstück to go: das Kempi Deli im Kempinski Hotel Beijing Yansha Center (© Courtesy of Kempinski; Header-Bild © Shutterstock)

10 Uhr: Bubble Tea to go 

Ich hole mir zum Mitnehmen einen eisgekühlten Bubble Tea mit Tapiokaperlen und gesüßt mit braunem Zucker. Mein Lieblingsladen dafür, der auch bei Einheimischen sehr beliebt ist, heißt HEYTEA und befindet sich ganz in der Nähe des Kempinski Hotels. 

10:30 Uhr: Fahrradtour durchs Hutong-Viertel 

Es gibt dieses Lied „There Are Nine Million Bicycles in Beijing“ – und ich finde, Peking entdeckt man wirklich am besten mit dem Fahrrad. Leihfahrräder stehen an jeder Ecke, man benötigt nur ein Handy, um den QR-Code darauf zu scannen und dann mit Alipay oder WeChat Pay zu bezahlen. Ich radle am liebsten durch die schmalen Gassen des Viertels Dashilar in der Nähe des Tian’anmen-Platzes und genieße den Anblick der historischen Wohnhäuser, die man hier Hutongs nennt. In der Gegend ist auch der Jingshan Park unbedingt einen Besuch wert. In dessen Mitte erhebt sich ein künstlich aufgeschütteter Hügel mit dem Wanchun-Ting-Pavillon, von dem aus man einen fantastischen Blick auf die Palastanlage genießt – ein perfekter Spot für Fotos! 

Mehrere Personen schwenken auf einem Platz in einem Park lange gelb-orange Drachenbänder in Form von Fischen.
Von Fitness bis Drachentanz: In Pekings Parks ist immer viel los (© Getty Images)

13 Uhr: Zum Mittagessen – natürlich Peking-Ente! 

In Peking esse ich natürlich die weltberühmte Peking-Ente. Sehr gut kommt die im Restaurant Siji Minfu auf den Tisch. Man muss nur wissen, wie sie richtig genossen wird. Die knusprige Haut wird in weißen Zucker getunkt (mildert die Fettigkeit) und zuerst gegessen. Das schmeckt hervorragend! Anschließend bestreichen wir die dünnen Pfannkuchen, die traditionell zur Ente serviert werden, mit einer süßlichen Soße aus schwarzen Bohnen. Darauf kommen das sehr dünn geschnittene Fleisch, Gurke und Frühlingszwiebeln. Alles einrollen und genießen. Dazu passt ein kühles, erfrischendes Bier perfekt. Wer keinen Alkohol möchte, trinkt eiskalten Jasmintee. Zum Nachtisch gönne ich mir noch einen herrlich wabbeligen Mandelpudding. 

14:30 Uhr: Das moderne Peking im Sanlitun-Viertel 

Nach dem Mittagessen ist es Zeit, das moderne Peking zu erkunden. Mit der U-Bahn oder dem Taxi fahre ich in das Viertel Sanlitun. Wer Lust auf Shopping hat, stöbert durch die großen Flagshipstores westlicher Labels, coole Pop-ups und kleine, individuelle Boutiquen. Man kann sich aber auch einfach in eines der zahlreichen Cafés setzen und den stylischen jungen Pekinger:innen beim Flanieren zuschauen. Mich fasziniert am meisten die moderne Architektur des Viertels, viele Gebäude stammen von dem japanischen Stararchitekten Kengo Kuma, der das Sanlitun-Viertel maßgeblich geplant und geprägt hat. 

Offene Einkaufsstraße mit Bäumen, moderner Architektur und einem Louis-Vuitton-Geschäft.
Im Sanlitun-Viertel zeigt sich Peking hochmodern (© Shawn Koh)
Mit Stäbchen wird ein Stück knusprige Ente von einer Servierplatte gehoben.
Ein Muss in Peking: die echte Peking-Ente genießen (© Getty Images)
Menschenmenge feiert vor einer beleuchteten Bacardi-Bar, während Konfetti und Rauch die Szene in orangefarbenes Licht tauchen.
Im Casa Bacardi trifft man immer auf Pekinger:innen in Party-Stimmung (© Courtesy of Bacardi)

19 Uhr: Hotpot zum Dinner, Musik zum Nachtisch 

Zum Abendessen gibt es Hotpot! In Sanlitun gehe ich in die dortige Filiale der Kette Haidilao. Man wählt einfach die gewünschte Brühe – von Hühnerbrühe über scharfe Brühe bis zu Pilz- oder Tomatenbrühe – und die Zutaten, die man dann selbst darin garen möchte. Ich persönlich liebe Lamm- und Rindfleisch sowie verschiedene Pilze, die der Brühe ein tolles Umami-Aroma verleihen. Was ich an dieser Filiale besonders mag: Ab 21 Uhr legen dort DJs auf. Wer möchte, kann nach dem Dinner noch ein bisschen tanzen. 

21 Uhr: Tanzen und chinesische Cocktails 

Ich ziehe zum Tanzen allerdings weiter in den Club Casa Bacardi – dort ist immer eine Menge los. Entweder spielen Livebands, oder DJs heizen dem Publikum mit Musik von den 80ern bis heute ein. Auch mich findet man dort auf dem Dancefloor. 

Wer es etwas gediegener mag, ist im Hotel Peninsula an der Wangfujing Street richtig. Im fünfzehnten Stock wartet die idyllische Yun Summer Lounge, eine Rooftop-Bar mit spektakulärem Blick über Peking, entspannter Lounge-Musik und exzellenten Cocktails mit chinesischen Aromen und Zutaten, etwa Reiswein, Fenjiu-Schnaps oder Bambusblattlikör. 

Zur Person

Tian Tian-Kenneweg lebt in München und arbeitet seit 2007 bei Lufthansa. Beruflich fliegt sie oft nach Hongkong, Shanghai und Peking, die Stadt, in der sie geboren wurde. Bevor sie zu Lufthansa kam, lebte sie eine Zeit lang in Doha. Deutschland zählte damals zu ihren liebsten Zielen als Flugbegleiterin, weil sie gern Schweinshaxe und -würstchen isst – Leckereien, die im Nahen Osten selten bis nie auf einer Speisekarte stehen. 

Ein Tag in Peking – weitere Tipps aus der Lufthansa Redaktion 

  1. Im Himmelstempel zur Ruhe kommen: Wer Peking von seiner ruhigen Seite erleben möchte, der besucht den Himmelstempel-Park. Die Anlage wurde 1420 errichtet; hier beteten die Kaiser der Ming- und Qing-Dynastien für gute Ernten. Seit 1998 ist die Anlage Teil des UNESCO-Welterbes. 
  2. Gegenwartskunst im 798 Art District entdecken: Wenn Sie nach Sanlitun noch mehr modernes Peking erleben möchten, fahren Sie in den 798 Art District. Das ehemalige Fabrikareal im Nordosten der Stadt ist heute ein Zentrum für zeitgenössische Kunst, Galerien und Design – das Herz ist das UCCA Center for Contemporary Art. 
  3. Teehausabend mit Pekinger Bühne: Für einen traditionelleren Abend bietet sich das Lao She Teahouse nahe Qianmen an. Das Haus wurde benannt nach dem berühmten Schriftsteller Lao She und seinen Theaterstück „Teehaus“ – und vereinigt kulinarische und kulturelle Genüsse. Im Programm finden sich traditionelle Inhalte wie Peking-Oper, Trommelmusik, Akrobatik und Zauberkunst. 

Bereit, Peking zu erleben?

Lebendige Parks, Palastanlagen und natürlich Peking-Ente – entdecken Sie die Highlights von Chinas Hauptstadt.

*Die Preise, einschließlich aller Steuern, Gebühren und Zuschläge, können variieren und dienen als Orientierungshilfe für Ihre Auswahl.