Thema des Monats - Städte

 

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Leipzig - Das bessere Berlin

Was Berlin versprach, löst Leipzig jetzt ein: Die sächsische Metropole ist Deutschlands neue Kreativhauptstadt. Vor allem im Stadtteil Plagwitz haben sich Künstler, Kulturschaffende und kreative Unternehmer in ehemals verlassenen Jugenstilvillen und Fabrikgebäuden angesiedelt. Dank fast schon spektakulär niedriger Mieten sind sie hier frei, nach Herzenslust zu experimentieren, auch mal Wagnisse einzugehen – und dabei Werke zu schaffen, von denen sich sogar Hollywoodstar Brad Pitt beeindrucken lässt.

 
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Das bessere Berlin

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Plagwitz:
Aufbruch, Niedergang, dann wieder Aufbruch: Im Stadtteil Plagwitz entsteht die Zukunft Leipzigs. Einst schlug hier das industrielle Herz der Stadt, nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die riesigen Fabrikhallen dann dem Verfall überlassen. Zahlreiche Gebäude – wie etwa die wunderbaren Buntgarnwerke – sind mittlerweile saniert worden, heute bieten sie viel Platz für Ateliers, Büros und Galerien, für Lofts und andere Wohnungen.

Die schönsten Lagen des Stadtteils finden sich an den grünen Ufern des Karl-Heine-Kanals. Auf den ersten Blick mag Plagwitz schon erstaunlich adrett wirken. Wer hinter die sanierten Fassaden schaut oder auch mal durch die Nebenstraßen bummelt, sieht jedoch schnell, dass hier noch viel zu tun bleibt – und das Viertel weiterhin jede Menge Potential bietet.
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Baumwollspinnerei:
Weltweit erregen Leipziger Künstler jetzt Aufmerksamkeit, der Kunstmarkt hat ihnen schon das – sehr umstrittene – Label „Neue Leipziger Schule“ verpasst. Wenn diese künstlerische Strömung eine Art Hauptquartier hätte, wäre es sicherlich die Baumwollspinnerei in Plagwitz: Auf einem Gelände so groß wie 14 Fußballfelder haben sich zehn Galerien und rund 100 Künstler niedergelassen, unter ihnen sind solche Berühmtheiten wie Neo Rauch und Matthias Weischer. Architekten, Modedesigner und Kunsthandwerker haben die 25 Gebäude der Baumwollspinnerei ebenfalls für sich entdeckt, außerdem sind ein Kulturzentrum, ein Filmklub sowie mehrere Cafés und Restaurants entstanden. Wer direkt vor Ort übernachten will, mietet sich in der großartigen Pension Meisterzimmer ein.

Info
Leipziger Baumwollspinnerei:Spinnereistraße 7, Tel: +49-(0)341/498 02 00. www.spinnerei.de. Pension Meisterzimmer: Spinnereistraße 7, Tel.: +49-(0)3641/29 56 88. Zimmer für 1-6 Personen.
www.meisterzimmer.de


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Eigen+Art:
Der Leipziger Neo Rauch gehört mittlerweile zu den berühmtesten deutschen Gegenwartskünstlern, sogar Hollywood-Star Brad Pitt besitzt eines seiner Bilder. Entdeckt wurde er vom ebenfalls aus Leipzig stammenden Gerd Harry Lybke: Dessen Galerie Eigen + Art befindet sich – wie Rauchs Atelier – auf dem Gelände der ehemaligen Baumwollspinnerei. Als einer der wichtigsten Händler für zeitgenössische deutsche Kunst vertritt Lybke noch eine ganze Reihe bekannter Künstler. Ihre Werke sind bei Eigen + Art in wechselnden Ausstellungen zu sehen, einen zweiten Standort seiner Galerie unterhält Lybke in Berlin.

Info:
Eigen + Art: Spinnereistraße 7, Tel.: +49-(0)341/960 78 86. Öffnungszeiten Di-Sa 11-18 Uhr. www.eigen-art.com


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Westwerk:
Auch in die Gebäude des Plagwitzer Westwerks sind Agenturen, Ateliers und künstlerische Werkstätten eingezogen. Einige der Hallen hatten einst als Straßenbahndepot gedient, später stellte die Firma Schumann & Co hier Armaturen für Dampfmaschinen her. Die heutigen Nutzer sind ebenso kreativ wie verschieden: Manche unterrichten Kinder in Selbstverteidigung, andere verkaufen Lebensmittel aus der Region, wieder andere veranstalten Partys. Wer Plagwitz vom Wasser aus erkunden will, kann sich im Westwerk sogar Boote mieten – und dann den Karl-Heine-Kanal rauf und runter paddeln.


Info:
Westwerk: Karl-Heine-Straße 93, Tel.: +49-(0)341/926 17 00. www.westwerk-leipzig.de


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Schaubühne Lindenfels:
Als sich 1994 zum ersten Mal seit Jahren der Vorhang öffnete, steckten den Schauspielern nicht nur die Proben in den Knochen: Sie hatten das 1876 erbaute Theater zuvor selbst saniert. Mangels funktionierender Heizung mussten sich die Zuschauer damals noch mit heißem Tee und Wolldecken wärmen, mittlerweile hat sich das engagierte Projekt jedoch zu einem der lebendigsten Kulturzentren ganz Leipzigs entwickelt. Neben Theater bietet die Schaubühne Lichtenfels auch Lesungen, Kino, Konzerte und ein Café.

Info:
Schaubühne Lindenfels: Karl-Heine-Straße 50, Tel.: +49-(0)341/48 46 20. www.schaubuehne.com


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Panometer:
In einem umgebauten Gastank lässt der Berliner Künstler Yadegar Asisis die Tropen erblühen: Den Besuchern bietet sich ein 360-Grad-Panorama vom amazonischen Regenwald – und damit eine fast täuschend echte Illusion, die auch noch durch ein Konzert aus den Kehlen tausender Tiere orchestriert wird. Bäume wachsen hier scheinbar bis in den Himmel, mit dem Fernglas lassen sich Raupen, Papageien und Faultiere erkennen. Sogar tropische Gewitter kann man im Panometer erleben, genauso wie den Wechsel der Tageszeiten. Entstanden ist die 106 mal 30 Meter große Installation 2009 als Hommage an den berühmten Naturforscher und Landschaftsmaler Alexander von Humboldt.

Info
Asisis Panometer Leipzig: Richard-Lehmann-Straße 114, Tel.: +49-(0)341/35 55 34-0. Öffnungszeiten: Apr.-Okt. Di-Fr 10-18, Sa+So 10-19 Uhr, Nov.-Mär. Di-Fr 10-17, Sa+So 10-18 Uhr. Eintritt: 10 € (ermäßigt 5-8,50 €). www.panometer.de
 

Fotos: Stumpe/LOOK-foto (2), Jana Gunstheimer, Uwe Walter, courtesy Galerie Eigen+Art Leipzig/Berlin, PR (2)

 
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