A Perfect Day: Dublin an einem Tag
Flugbegleiterin Emma Catherine Haeffner stammt aus Dublin und weiß, wo es das perfekte irische Frühstück und den besten Pub zum Feiern gibt. Und welcher Ort Harry-Potter-Fans magisch anzieht …
9 Uhr: Mit einem Irish Breakfast in den Tag starten
Gut essen heißt in Dublin auch oft: viel essen. Wenn man einen vollen Tag Sightseeing vor sich hat, ergibt es durchaus Sinn, sich morgens ausreichend zu stärken. Ein deftiges Irish Breakfast mit Spiegelei, Bohnen und Rashers, wie Bacon in Irland genannt wird, liefert Energie für die kommenden Erlebnisse. Besonders gut schmeckt es im Brother Hubbard in der Capel Street. Das Brunch-Café mit großer Fensterfront bietet natürlich auch leichtere Frühstücksoptionen wie Granola mit Früchten.
10 Uhr: Fotostopp auf der Ha’penny Bridge
Über die Ha’penny Bridge, für die man einst einen halben Penny Maut zahlen musste, wenn man sie überqueren wollte, laufe ich auf die Südseite der Stadt. Die gusseiserne Fußgängerbrücke über den Liffey stammt aus dem Jahr 1816 und gilt als Wahrzeichen von Dublin – entsprechend oft wird sie fotografiert.
11 Uhr: Harry-Potter-Flair im Trinity College
Das Trinity College im Zentrum von Dublin ist ein besonderer Ort: ehrwürdig, magisch und reich an Geschichte. Die Old Library der Universität verströmt wahres Harry-Potter-Flair. Dort befindet sich auch das berühmte Book of Kells, eines der ältesten Bücher der Welt, in das Besucher:innen einen Blick werfen können. Die Seiten, die daraus gezeigt werden, ändern sich von Zeit zu Zeit – dass jeden Tag angeblich eine Seite umgeblättert wird, ist jedoch ein urbaner Mythos.
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Unsere Empfehlungen
Brother Hubbard (North), 153 Capel St, North CityDer Link wird in einem neuen Browser-Tab geöffnet
Ha'penny Bridge, Ha'penny Bridge, North CityDer Link wird in einem neuen Browser-Tab geöffnet
Trinity College Dublin, College GreenDer Link wird in einem neuen Browser-Tab geöffnet
Molly Malone Statue, Suffolk StDer Link wird in einem neuen Browser-Tab geöffnet
Kilkenny Design, 6 Nassau StDer Link wird in einem neuen Browser-Tab geöffnet
Avoca Suffolk Street, 11–13 Suffolk StDer Link wird in einem neuen Browser-Tab geöffnet
Bewley's Grafton Street, 78–79, Grafton StreetDer Link wird in einem neuen Browser-Tab geöffnet
Guinness Storehouse, St. James's GateDer Link wird in einem neuen Browser-Tab geöffnet
Mulligan's, 8 Poolbeg StDer Link wird in einem neuen Browser-Tab geöffnet
The Long Hall, 51 South Great George's StreetDer Link wird in einem neuen Browser-Tab geöffnet
Grogan's, 15 William St SDer Link wird in einem neuen Browser-Tab geöffnet
O'Donoghue's Bar, 15 Merrion RowDer Link wird in einem neuen Browser-Tab geöffnet
13 Uhr: Seafood zum Lunch
Wer trotz des üppigen Frühstücks mittags Hunger verspüren sollte, sollte unbedingt im The Seafood Café Fish & Chips eine Crab Roll oder Austern probieren. Das preisgekrönte Lokal ist dafür bekannt, dass alle Zutaten aus nachhaltigem Fischfang stammen.
14 Uhr: Molly Malone besuchen
Ganz in der Nähe befindet sich die bronzene Staue von Molly Malone, einer irischen Legende – der gleichnamige Song ist so etwas wie die inoffizielle Hymne Dublins. Die Fischhändlerin Molly soll im 17. Jahrhundert gelebt haben – und zu jung gestorben sein. Lange hieß es, es solle Glück bringen, ihr Dekolleté zu berühren. Dass viele Menschen diesem Brauch folgten, erkennt man an den glänzend polierten Brüsten der Statue. Mittlerweile ist das allerdings verboten.
15 Uhr: Mitbringsel shoppen
Bei Kilkenny Design finde ich immer ein besonderes Mitbringsel, denn der Laden verkauft keinen typischen Touristenkitsch, sondern hochwertige irische Wollpullover mit traditionellen Strickmustern oder Geschirr und Schmuck von kleinen Labels. Oft stöbere ich auch in dem siebenstöckigen Mini-Kaufhaus Avoca in der Suffolk Street nach Büchern, Wolldecken oder Schals. Dort befindet sich im obersten Stockwerk auch ein sehr hübsches Café.
16 Uhr: Tea Time im Traditionslokal
Im fast 100 Jahre alten Grand Café Bewley’s haben schon James Joyce und Samuel Beckett ihren Afternoon Tea genossen. Eine Tradition, die das altehrwürdige Café bis heute zelebriert und seinen Gästen zu Assam und Earl Grey Scones und Sandwiches auf mehrstöckigen Etageren kredenzt. Dabei scheint das Licht stimmungsvoll wie in einer Kirche durch die bunten Glasfenster. Das legendäre Lokal serviert auch Frühstück und Mittagessen und liegt in der Grafton Street, die als Mekka für Straßenmusiker:innen aus aller Welt gilt.
17 Uhr: Über den Dächern der Stadt Guinness trinken
Im Museum des Guinness Storehouse erfährt man alles über die Geschichte der irischen Biermarke und hat von der rundum verglasten Gravity Bar auf dem Dach des Gebäudes einen fantastischen Ausblick über die Stadt. Dort wartet auf alle Besucher:innen ein frisch gezapftes Pint gratis.
19 Uhr: Im Pub essen, trinken und feiern
Der perfekte Abschluss für einen Tag in Dublin? Natürlich ein Pub Crawl. Ich würde keine der geführten Touren buchen, die durch das sehr touristische Viertel Temple Bar führen. Besser gefallen mir das rustikale Mulligan’s, das traditionelle The Long Hall, das sehr lebendige Grogan’s und das O’Donoghue’s, das für seine Livemusik bekannt ist. In allen Pubs bekommt man auch etwas zu essen. Fish and Chips, Toasties mit Cheddar und Chili con Carne sind schließlich die beste Grundlage für Guinness & Co.
Zur Person
Flugbegleiterin Emma Catherine Haeffner stammt aus Dublin und arbeitet seit 2007 bei Lufthansa. An ihrem Job liebt sie die Abwechslung, den Kontakt zu Menschen aus aller Welt und das Entdecken verschiedener Länder und Kulturen. Sie fliegt auf der Kurz- und Langstrecke. Zum Beispiel in der neuen Lufthansa Allegris First Class nach New York, Los Angeles oder Delhi.
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