Japanische Gartenkunst: Der Zen-Garten des Hotel Kabuki

In My Hood: Unterwegs in Japantown, San Francisco

Linda Mihara betreibt in Japantown den Origami-Shop Paper Tree, der von ihrem Vater gegründet wurde. Warum sie das japanische Viertel in San Francisco liebt und was man dort erleben kann, verrät sie hier

|
2 Min. Lesezeit
|

Ich bin ein echtes Japantown-Girl. Nur einen Block von meinem Origami-Shop Paper Tree entfernt bin ich aufgewachsen und kenne jede Ecke des Viertels. Mein Großvater hat – obwohl er als junger Mann erblindet ist – die zwei ersten Bücher über Origami-Kunst in den USA geschrieben.

Das Paper Tree hat mein Vater 1968 eröffnet. Es ist das zweit­älteste Geschäft der Nachbarschaft, von der viele sagen, sie sei authentischer als Chinatown. Dazu tragen traditionsreiche Geschäfte wie Yasukochi’s Sweet Stop von 1974 bei. Die Bäckerei ist berühmt für ihren Coffee Crunch Cake, von dem man sich gleich morgens ein Stück sichern sollte, bevor er ausverkauft ist.

Außenaufnahme des Sushi Ladens Sanppo Sushi in San Francisco
Gute Adresse für exzellentes Sushi in Japantown: Sanppo Sushi in der Post Street
Linda Mihara in ihrem Origami-Shop Paper Tree
Den Origami-Shop Paper Tree, einen der ältesten Läden in Japantown, betreibt Linda Mihara in zweiter Generation
Nahaufnahme eines Rouladenkuchens in einer Papierbox mit einer Plastikgabel
Für Naschkatzen: Der Yasukochi’s Sweet Stop ist die erste Anlaufstelle für Kuchen in Japantown (Alle Bilder © Winni Wintermeyer)

Anschließend erkundet man das Viertel am besten zu Fuß, weil es nur aus sechs Blocks besteht. Unterwegs lernt man viel über die Geschichte der Gegend. Schilder informieren etwa darüber, dass Japantown 1906 nach dem Erdbeben in San Francisco gegründet wurde und das älteste Viertel seiner Art in den USA ist. Die Vergangenheit ist etwa im 99 Jahre alten Soko Hardware Store noch immer lebendig. Bis heute ist das Haushalts­warengeschäft die beste Adresse für traditionelle japanische Schüsseln und Sake-Becher.

Ein paar Schritte weiter ist im Shopping- und Entertainment-Komplex New People das junge Japan zu Hause. Dort gibt es ein Kino, und im Shop Baby, the Stars Shine Bright kaufen sich junge Mädchen Kleider wie aus „Alice im Wunderland“. Zum Relaxen lohnt sich der Zen-Garten des Hotels Kabuki oder ein Bad in einem Hotpool im Kabuki Springs & Spa.

Abends strömen Menschen aus der ganzen Stadt in die fantastischen Restaurants von Japantown. Ramen esse ich am liebsten bei Hinodeya Ramen, Udon bei Udon Mugizo und Sushi bei Sanppo Sushi. Nach dem Essen kann man zu K-Box Karaoke weiterziehen, japanische Popsongs schmettern und sich dabei so wie in Tokio fühlen.

Zur Person:

Origami-Künstlerin Linda Mihara hat schon für Chanel und Hermès gearbeitet. In Japantown betreibt sie den Origami-Shop Paper Tree.

Bereit, die Welt zu entdecken?

Buchen Sie einen Flug und schreiben Sie Ihre eigene Geschichte. Mit unseren Reisetipps wird sie unvergesslich.

Flug suchen