Eat See Do: Atlanta
Atlanta, die Hauptstadt des US-Bundesstaats Georgia, ist nicht nur Heimat des weltweit meistfrequentierten Luftfahrtdrehkreuzes, sondern vereint auf besondere Weise Bürgerrechtsgeschichte, urbane Räume und Southern-Soul-Food – tief verwurzelt in der Tradition und gleichzeitig lebendig im Hier und Jetzt. Drei Tipps für einen inspirierenden Aufenthalt
Eat – Fried Chicken in verschiedensten Variationen probieren
Atlanta ist wahrlich ein Soul-Food-Paradies, und das weltberühmte Fried Chicken gilt hier fast schon als Grundnahrungsmittel. Die knusprigen, in verschiedenen Geschmacksrichtungen marinierten Hähnchenteile werden oft als traditionelles „Meat and Three“ serviert, also als Fleischgericht mit drei Beilagen. Besonders beliebt sind die Lemon Pepper Wings mit ihrem spritzig-würzigen Geschmack. Wer Fried Chicken möglichst authentisch und traditionell genießen möchte, sollte das Busy Bee besuchen. Das Restaurant wurde 2022 mit dem James Beard Foundation's America's Classics Award ausgezeichnet. Der Preis würdigt Lokale, die den Charakter und die kulturellen Traditionen ihres Heimatortes widerspiegeln.
Noch mehr Kulinarisches:
- Fried Green Tomatoes: Sie sind die vegetarische Antwort auf Fried Chicken und haben ihre Bekanntheit durch den gleichnamigen Film aus den Jahr 1991 noch gesteigert. Sie zählen zu den beliebtesten Vorspeisen oder Beilagen der Southern- und Soul-Food-Küche.
- Pimento Cheese: Der ursprüngliche Brotaufstrich hat in Georgia fast schon Kultstatus. Die würzige Mischung aus Cheddar, Mayonnaise und milden, gehackten Paprikaschoten taucht in Atlanta auf Biscuits, Burgern oder als Dip immer wieder auf. Gerade diese Vielseitigkeit macht Pimento Cheese zu einer kleinen, aber sehr typischen Delikatesse.
- Peach Cobbler: Georgia trägt nicht umsonst den Beinamen „Peach State“ für die herausragende Qualität der angebauten Pfirsiche. So ist der Staat auch das Zuhause des weltberühmten Desserts Peach Cobbler. Die Leckerei besteht aus frischen oder eingelegten Pfirsichen, die mit Zucker, Zimt, Muskatnuss und oft einem Spritzer Zitronensaft verfeinert werden. Im Gegensatz zu einem Pie hat ein Cobbler keinen Boden. Die Pfirsiche liegen unten in der Form, und der Teig wird nur obendrauf verteilt.
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See – Gartenstadt mit Skyline im Oakland Cemetery
Ein Friedhof klingt nicht sofort nach einem Must-see. Doch in Atlanta hat sich der Oakland Cemetery als eine grüne Anlage etabliert, in der Architektur, Stadtgeschichte und Ruheorte zusammenfinden. Zwischen den Gräbern und alten Magnolien öffnen sich Blicke auf die Skyline: Nur wenige Minuten von Downtown Atlanta entfernt zeigt sich die Stadt hier von ihrer stillen Seite.
Auch sehenswert:
- Fox Theatre: Das Fox Theatre ist ein kulturelles Juwel Atlantas und einer der bedeutendsten Veranstaltungsorte der Stadt. Seine beeindruckende Architektur verbindet maurische und ägyptische Elemente: Außen wirkt es wie eine Festung, innen wie ein orientalischer Palast. Besonders sehenswert sind nicht nur Broadway-Musicals, Konzerte und Filmvorführungen, sondern auch die den Saal überspannende Decke, die an einen arabischen Nachthimmel erinnert, sowie eine der größten Theaterorgeln der Welt, die legendäre „Mighty Mo“.
- Martin Luther King, Jr. National Historical Park: Mit dem Geburtshaus von Martin Luther King Jr., der Ebenezer Baptist Church und seiner Grabstätte liegen hier gleich drei der wichtigsten Erinnerungsorte der Stadt – wenn nicht sogar der gesamten modernen USA. Vom Geburtshaus führt der Weg durch den Park zum „International Civil Rights Walk of Fame“, der weitere Held:innen der Bürgerrechtsbewegung ehrt.
- Ponce City Market (PCM): Das ehemalige Gebäude des Handelsunternehmens Sears, Roebuck & Co. ist der größte historische Backsteinbau im Südosten der USA. Das einstige Einzelhandels- und Logistikzentrum wurde in einen pulsierenden Mix aus Gastronomie, Shoppingmall und Lifestyle verwandelt. Die von Sterneköch:innen geführten Stände bieten alles von preisgekrönten Burgern bis hin zu internationaler Küche. Ein perfekter Ort, um die moderne Food-Szene Atlantas an einem Punkt zu erleben.
Do – Atlanta auf dem BeltLine Eastside Trail erlaufen
Am deutlichsten zeigt sich Atlantas neue urbane Energie auf dem BeltLine Eastside Trail. Wo früher Eisenbahntrassen lagen, verlaufen heute asphaltierte Wege zwischen Murals, Installationen, Cafés und Nachbarschaftskiezen, die sich zu Fuß oder mit dem Rad viel direkter erschließen lassen als mit dem Auto. Der Eastside Trail ist Teil der Atlanta BeltLine, eines etwa 35 Kilometer langen Rundwegs, der 45 Stadtviertel miteinander verbindet.
Weitere Erlebnisse:
- Krog Street Tunnel: Die Unterführung, die Cabbagetown im Süden mit Inman Park im Norden verbindet, ist einer der bekanntesten Street-Art-Standorte der Stadt und verändert sich ständig. Genau das macht den besonderen Reiz aus. Denn: Was man heute sieht, könnte schon morgen mit einem neuen Kunstwerk übermalt sein.
- Blick vom SkyView: Aus den Gondeln des etwa 60 Meter hohen Riesenrads sehen Sie die markanten Wolkenkratzer von Downtown aus nächster Nähe. SkyView Atlanta zählt zu den wenigen Orten in Atlanta, an dem die Skyline nicht wie ein fernes Band, sondern wie eine greifbare Kulisse wirkt.
- Piedmont Park: Nach einem ausgedehnten Tag in der Stadt kommt eine Erholung in einem der größten Stadtparks Atlantas gerade recht. Im Schatten aller Bäume und auf den weiten großen Rasenflächen wirkt Atlanta plötzlich ganz leicht.