A Perfect Day: Oslo an einem Tag
Wie sieht ein perfekter Tag in Oslo aus? Das hat uns der schwedische Creative Director Magnus Engvall verraten, der privat und beruflich viel Zeit in der norwegischen Hauptstadt verbringt
9 Uhr: Am Fluss erleben, wie die Stadt erwacht
Am Fluss Akerselva übertönt das Rauschen des Wassers den Lärm der Stadt und man bekommt einen guten ersten Eindruck von Oslo. Acht Kilometer schlängelt sich ein Weg vom Stadtzentrum aus am Ufer entlang bis zum Naherholungsgebiet Frysja – vorbei an alten Fabrikgebäuden, Holzhäusern, bunten Graffitiwänden und unzähligen Cafés.
10 Uhr: Quadratische Croissants probieren
Mein Frühstücksfavorit ist das Kveitemjøl, ein Mix aus Bäckerei und Café. Dort gönne ich mir frisch gebackenes Brot mit Schinken und Käse. Ich mag das moderne Design des Ladens und die vielen ungewöhnlichen Leckereien, die es dort zu entdecken gibt. Zum Beispiel „Cubes“ – quadratische Croissants mit einer Füllung aus Pflaumenmarmelade und Kokosnuss-Pannacotta. Die muss man probiert haben!
11 Uhr: Munch-Museum: der neueste Schrei oder Designsünde?
Weiter geht’s zum neuen Munch-Museum, das 2021 in einem 60 Meter hohen Glasturm an Oslos Hafenpromenade eröffnet hat. Viele Osloer:innen lehnen den futuristischen Bau ab, weil sie meinen, er passe nicht ins Stadtbild. Trotzdem lohnt sich ein Besuch, denn mehr Kunst von Munch gibt es nirgendwo auf der Welt auf einmal zu sehen: Die Sammlung umfasst mehr als 26.000 Werke des berühmten norwegischen Künstlers. Darunter auch sein bekanntestes Bild „Der Schrei“.
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Unsere Empfehlungen
Kveitemjøl, Fjordalléen 10Der Link wird in einem neuen Browser-Tab geöffnet
Munch, Edvard Munchs plass 1Der Link wird in einem neuen Browser-Tab geöffnet
Nasjonalmuseet, Brynjulf Bulls plass 3Der Link wird in einem neuen Browser-Tab geöffnet
Velouria Vintage, Thorvald Meyers gate 34Der Link wird in einem neuen Browser-Tab geöffnet
Fretex, Universitetsgata 20Der Link wird in einem neuen Browser-Tab geöffnet
Vigeland Park, Nobels gate 32Der Link wird in einem neuen Browser-Tab geöffnet
Arakataka, Mariboes gate 7BDer Link wird in einem neuen Browser-Tab geöffnet
Becco, Kristian Augusts gate 11Der Link wird in einem neuen Browser-Tab geöffnet
12.30 Uhr: Mittagessen mit Rundumblick über Oslo
Ein echtes Highlight ist auch die Aussicht vom Munch-Museum über die Stadt. Im Bistro Tolvte im 12. Stock kann man von dienstags bis samstags mit Rundumblick über Oslo Mittag essen und sich Leckereien wie Lachstartar oder Austern schmecken lassen. Noch spektakulärer ist der Blick von der Kranen Bar auf der Dachterrasse ein Stockwerk höher, die täglich ab 12 Uhr geöffnet ist.
14 Uhr: Internationaler Kunstgenuss im Nasjonalmuseet
Einen kurzen Spaziergang vom Munch-Museum entfernt befindet sich Norwegens Nasjonalmuseet mit einer riesigen Sammlung an Werken von norwegischen Künstler:innen wie Ida Ekblad und Johan Christian Dahl. Aber auch internationale Größen von Monet bis Picasso finden hier ein schönes Plätzchen. Der perfekte Ort, um mehr über die Kunstgeschichte und die Designtradition Norwegens zu erfahren.
15.30 Uhr: Vintage-Schätze entdecken
Mir gefällt, dass Oslo klein und gemütlich ist und man leicht überallhin zu Fuß gelangt. Die perfekte Stadt zum Herumbummeln! Besonders gern schaue ich mich in den vielen Vintage- und Secondhandläden der Stadt um. Dort findet man lauter einzigartige Dinge, die sonst niemand hat. Zum Beispiel bei Velouria Vintage oder Fretex mit einer tollen Auswahl an gebrauchter Kleidung aus verschiedenen Jahrzehnten.
17 Uhr: Spaziergang zwischen Skulpturen
Jedes Mal aufs Neue beeindruckt mich der Skulpturenpark Vigeland mit über 200 Skulpturen des Bildhauers Gustav Vigeland aus Bronze und Granit wie zum Beispiel dem „Monolith“ – einer 14 Meter hohen Säule, die 121 menschliche Figuren zeigt, die übereinander zu klettern scheinen. An einem nebligen Herbsttag zwischen den Skulpturen umherzulaufen, fühlt sich wunderbar „spooky“ an.
19 Uhr: Den Norden schmecken
Löjrom ist für mich der wahre Geschmack des Nordens. Gemeint ist der Rogen von Maränen – orangefarbener Kaviar, der in Kombination mit Spaghetti besonders gut schmeckt. Berühmt für diese Spezialität ist das Restaurant Arakataka, in dem man ebenfalls sehr guten Fischtatar essen kann.
21 Uhr: Wein und Elektro-Beats
Wie in vielen anderen europäischen Städten sind auch in Oslo Weinbars gerade total angesagt. Ich gehe gern in die Bar Becco mit ihrer großen Auswahl an Naturweinen. Mir gefällt der kreative Vibe des Ladens, in dem regelmäßig DJs Elektro und Hip-Hop auflegen. So wie oft in Oslo trifft man auch hier lauter offene und freundliche Menschen mit einem fröhlichen Rhythmus in der Stimme. So klingt der Dialekt der Osloer:innen zumindest für uns Schwed:innen.
Zur Person
Creative Director Magnus Engvall stammt aus Stockholm, arbeitet für eine Kreativagentur in München und reist immer wieder gern nach Oslo.
Urlaub in Oslo – weitere Tipps aus der Lufthansa Redaktion
- Vielfalt erleben: Norwegen ist eine multikulturelle Gesellschaft mit Einflüssen aus aller Welt. Das Interkulturelle Museum im Viertel Grønland beschäftigt sich mit der Einwanderungsgeschichte des Landes und den kulturellen Veränderungen, die sie für die norwegische Gesellschaft mit sich gebracht haben.
- Inselhopping: Das Ticket für das öffentliche Verkehrsnetz von Oslo kann man auch für die Fähren nutzen, die zwischen der Stadt und den Inseln im Oslofjord pendeln. Besonders schöne Ausflugsziele sind die Inseln Gressholmen und Heggholmen mit guten Bademöglichkeiten.
- Abtauchen in der Stadt: Das Sørenga Sjøbad ist ein 200 m² großer Meerwasserpool an der Spitze des neuen Trendviertels Sørenga mit einem Badestrand, Kinderbecken und Sprungturm. Das Bad ist ganzjährig geöffnet und populär bei Winterschwimmer:innen.
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