Know Before You Go: Chennai
Chennai liegt an der Südostküste Indiens und gilt als kulturelles Zentrum des Bundesstaates Tamil Nadu. Zwischen kolonialen Prachtbauten, hinduistischen Tempeln, kilometerlangen Stadtstränden und einer der lebendigsten Food-Szenen des Landes entfaltet sich eine Metropole, die stark von Tradition, Filmkultur und südindischem Alltag geprägt ist. Gerade weil Chennai weniger touristisch erschlossen ist als andere indische Großstädte, lohnt es sich, zentrale Abläufe und Wege vorab zu kennen. Erfahren Sie hier das Wichtigste auf einen Blick
Vom Flughafen in die Stadt
Der Chennai International Airport (MAA) liegt rund 20 Kilometer südwestlich des Zentrums und ist direkt an die Blue Line der Chennai Metro angeschlossen. Die Metrostation ist vom Terminal über einen Verbindungsgang leicht zu erreichen. Die Fahrt Richtung Zentrum dauert je nach Ziel etwa 30 bis 45 Minuten und kostet umgerechnet meist nur wenige Euro.
Alternativ stehen rund um die Uhr Taxis sowie Ride-Hailing-Dienste wie Uber und Ola bereit. Je nach Verkehr dauert die Fahrt ins Zentrum meist 40 bis 70 Minuten. Besonders während der Rushhour kann sich die Fahrzeit jedoch deutlich verlängern.
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Fortbewegung vor Ort
Chennai ist geplagt von einem dichten Verkehrsaufkommen und nicht besonders fußgängerfreundlich. Dafür ist der öffentliche Nahverkehr recht gut ausgebaut: Das Rückgrat bildet die Chennai Metro, deren klimatisierte Züge viele zentrale Viertel zuverlässig verbinden. Ergänzt wird das Netz durch Regionalzüge und Busse.
Auto-Rikschas gehören selbstverständlich zum Stadtbild, Preise sollten aber vor Fahrtbeginn geklärt werden. Für Reisende sind deshalb app-basierte Fahrten über Uber oder Ola die unkompliziertere Wahl.
Bezahlen
Bezahlt wird in Chennai mit der Indischen Rupie (INR). Kartenzahlung und mobile Bezahldienste wie Google Pay oder PhonePe sind weit verbreitet, besonders in Restaurants, Hotels und Geschäften. Für Märkte, kleinere Läden oder Rikschas bleibt Bargeld jedoch nach wie vor sinnvoll.
Trinkgeld
Trinkgeld ist in Chennai üblich, jedoch weniger standardisiert als in Europa oder den USA. In Restaurants gelten etwa 5 bis 10 Prozent als angemessen, sofern auf der Rechnung keine Servicegebühr ausgewiesen ist. Hotelpersonal oder Fahrer:innen erhalten häufig kleinere Beträge als Aufmerksamkeit. Bei Rikschas oder Taxis wird meist leicht aufgerundet.
Steckdosen und Spannung
In Indien werden überwiegend Steckdosen der Typen C, D und M verwendet. Einfache europäische Netzteile passen nur teilweise. Um auf Nummer sicher zu gehen, empfiehlt sich ein Reiseadapter. Die Netzspannung beträgt 230 Volt bei 50 Hertz und entspricht damit weitgehend dem europäischen Standard.
Don’t
Den Straßenverkehr in Chennai sollte man auf keinen Fall unterschätzen. Autos halten nicht automatisch an Zebrastreifen. Selbst rote Ampeln werden im dichten Verkehr teils eher als lose Orientierungshilfe verstanden. Gleichzeitig machen Hitze, hohe Luftfeuchtigkeit und breite, volle Straßen längere Fußwege oft anstrengender als erwartet.
Fun Fact
Chennai wird oft als das „Detroit Asiens“ bezeichnet. Rund um die Stadt haben sich zahlreiche internationale Automobilhersteller und -zulieferer angesiedelt, darunter BMW, Hyundai und Renault-Nissan. Die Region rund um Chennai produziert einen erheblichen Teil der indischen Fahrzeuge und Autoteile. Besonders entlang des sogenannten Automotive Corridor prägen Fabriken, Teststrecken und Forschungszentren ganze Stadtteile.