Be Picky Seoul: Ausgewählte Tipps von Insidern
Statt Bar-Hopping empfiehlt Jee-Hae Youm Café-Hopping in Seoul – am besten im Stadtviertel Yeonhui. Dort lässt es sich auch super bummeln
Der Stadtteil Yeonhui findet bei Besucher:innen – zu Unrecht – eher wenig Beachtung. Die Gegend galt lange Zeit vor allem als Wohnviertel für die Wohlhabenden. Aber seit viele der früheren Bewohner:innen weggezogen sind, siedeln sich in den zwischenzeitlich leer stehenden Häusern viele coole Cafés und Boutiquen an.
Deshalb empfehle ich, hier statt Bar-Hopping einfach mal auf eine Café-Hopping-Tour zu gehen. Das ist selbst dann eine gute Idee, wenn man, wie ich, nur wenig Kaffee trinkt, denn auch die vielen Teesorten schmecken wunderbar – und die süßen Teilchen und Desserts erst recht. Besonders mag ich das Lowkey Coffee und das Café MAA. Außerdem das Mimyo, wo es das südkoreanische Shaved-Ice Bingsu gibt. Traditionell handelt es sich dabei schlicht um gefrorene Milch, die fein geschabt und mit roter Bohnenpaste und Reiskuchen serviert wird. Im Mimyo stehen allerdings auch moderne Varianten auf der Karte. Ich hatte zum Beispiel Yuzu Matcha Bingsu – und zum kalten Eis einen heißen grünen Tee.
Shopping-Tipps für Yeonhui-dong
Wer während des Café-Hoppings ein bisschen Abwechslung sucht und coole Shops besuchen möchte, wird in Yeonhui-dong auch fündig. Sehr stylishe Klamotten hängen zum Beispiel im minimalistisch eingerichteten Khakis Yeonhui. Ein weiterer ganz toller Laden, in dem ich gern nach Büchern und Papeterie stöbere, heißt Your-Mind.
Weitere Geheimtipps für Seoul aus der Lufthansa Insights Redaktion
Spaßiger Wassersport auf dem Han River: Kajakfahren, Stand-up-Paddeln und sogar Windsurfen – all das ist auf Seouls Hauptfluss möglich. Ein sehr guter Ausgangspunkt für das nasse Vergnügen: der Ttukseom Hangang Park, wo viele Anbieter das entsprechende Equipment verleihen.
Einfach mal selbst machen: DIY ist beliebt in Seoul – und so werden für die Herstellung aller erdenklichen Gegenstände Workshops angeboten: von Ringen und Armreifen über Traumfänger bis zu Parfüms. Wer einen Kurs bucht, bekommt am Ende nicht nur ein selbstgemachtes Souvenir, sondern hat auch was fürs Leben gelernt.
Mehr über Fermentiertes erfahren: Kimchi – scharfer, milchsaurer Chinakohl – ist so was wie das kulinarische Heiligtum Koreas. Kimjang, die Tradition, den fermentierten Kohl gemeinsam herzustellen, gehört sogar zum immateriellen Weltkulturerbe der UNESCO. Wer alles über Kimchi wissen möchte, besucht das Museum Kimchikan, in dem die koreanische Lieblingsbeilage in all ihren Facetten beleuchtet wird.
Zur Person
Jee-Hae Youm arbeitet seit 2019 im Lufthansa Social-Media-Team als Referentin Media Production. Obwohl sie nicht zum fliegenden Personal gehört, kommt Youm viel herum. Neben ihrem jährlichen Südkorea-Besuch reist sie jedes Jahr in ein Land, in dem sie noch nie zuvor war. Zuletzt waren das Brasilien, Kolumbien und Réunion.
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