Thema des Monats - Shopping

 

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Rom - Eine Stadt, ganz in Mode

In der ersten Reihe, dort, wo normalerweise internationale VIPs wie Anna Wintour, Victoria Beckham, Catherine Deneuve oder George Clooney sitzen, amüsiert sich die römische haute volée: Prinzessinnen mit wohlklingenden Namen wie Ruspoli, Colonna, Borghese und Doria Pamphilj, Botschafter mit ihren Ehefrauen, die eine oder andere ehemalige Miss Italia, die lokale Politprominenz.

Auf dem Laufsteg zeigen zumeist einheimische Models, was im nächsten Sommer oder Winter getragen werden könnte. Jedenfalls wenn es nach jenen Designern ginge, die ihre Kreationen nicht in Mailand zeigen, sondern in Rom, das in der Modewelt eher von zweitrangiger Bedeutung ist. Zweimal im Jahr, jeweils im Januar und im Juli, wird hier die Couture-Veranstaltung Alta Roma im Complesso Monumentale di Santo Spirito in Sassia zelebriert, einer majestätischen Kirche aus dem achten Jahrhundert, die gleich neben dem Petersdom und der Engelsburg am Tiber-Ufer steht.

Die Römer haben es verstanden, aus ihrer Not eine Tugend zu machen. Weil sich die großen Couturiers der Kapitale wie Valentino Garavani oder Roberto Capucci weitgehend zurückgezogen haben und die international bekannten Designer Mailand oder Paris bevorzugen, hat sich Alta Roma zu einem entspannten, sehr intimen und durch und durch römisch geprägten Mode-Event entwickelt.

Man bleibt unter sich, feiert etablierte einheimische Modemacher wie Renato Balestra oder Camillo Bona, das Ganze unter Ausschluss der Öffentlichkeit, denn ohne Einladung kommt niemand an den Hütern des Kirchenportals vorbei.
Die Schauen werden von einem Party-Marathon in Ateliers und Privatwohnungen begleitet, der einem noch engeren Kreis vorbehalten ist und von dem Uneingeweihte bestenfalls am nächsten Tag aus der Presse erfahren. Tutta Roma, schrieb etwa die Zeitung Il Messaggero bei einer der vergangenen Winterausgaben von Alta Roma, habe sich zum Dinner im Salon der Schauspielerin Patrizia Pellegrino an der Via Appia Antica getroffen.

Die Veranstalter bemühen sich, auch innovativen Designern und zeitgeistorientierten Trends eine Plattform zu bieten: „Aufstrebende junge Talente bekommen bei uns durchaus eine Chance“, sagt Alta Roma-Vorstandsmitglied Nicoletta Fiorucci, „zusammen mit Vogue Italia haben wir den Wettbewerb ‚Who’s on next‘ ins Leben gerufen. Der Gewinner darf seine Kollektion auf dem Laufsteg von Alta Roma zeigen, sein Name ist von heute auf morgen bekannt.“ Einige der Preisträger der letzten Jahre haben inzwischen ihren Weg gemacht, etwa Tommaso Aquilano und Roberto Rimondi, die beiden Kreativ-Direktoren von Fay, oder Marco de Vincenzo, der seine Kreationen erfolgreich in Paris und Mailand präsentiert.

„Der Wettbewerb war ein wichtiger Moment für die Förderung meiner Marke“, erzählt Designer Gabriele Colangelo in einem Interview mit der italienischen Zeitschrift Wit, einem der vielen unabhängigen Modemagazine, die in der öffentlich zugänglichen Satelliten-Show „Fashion on Paper“ zu sehen sind.

Auch hier ist der Rahmen atemberaubend: Der Tempio di Adriano wurde im Jahr 145 zu Ehren des Kaisers Hadrian errichtet. Er steht auf der Piazza di Pietra, gleich um die Ecke ist das Pantheon. Eine Reihe monumentaler Säulen ist erhalten und bildet heute die Fassade eines im 17. Jahrhundert angebauten Gebäudes, in dem normalerweise die Börse residiert.

Während der Alta Roma-Tage dürfen sich hier alternative Zeitschriften, Web- Magazine und Blogs präsentieren. Und weil in diesem Bereich die Möglichkeiten noch nicht so vielfältig sind, nutzen neben italienischen Print- und Online-Medien auch solche aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien und Belgien die Plattform und legen ihre Produkte aus.

Jede Alta Roma-Ausgabe hat weitere Satelliten-Veranstaltungen, die für jedermann zugänglich sind – mal ist es eine Schmuckausstellung, mal werden die Arbeiten einer Mode-Akademie gezeigt. Doch Rom bietet auch andere Hotspots der Mode: die Bar des Hotel de Russie etwa, beliebter Aperitivo-Treffpunkt der einheimischen Schickeria und prominenter Gäste aus aller Welt, das Restaurant Roscioli, in dem es fast unmöglich ist, einen Tisch zu bekommen, oder die Diskothek Heaven, ein Klassiker der römischen Nächte.

Und natürlich die Straßen insbesondere im Umfeld der Spanischen Treppe, die Via del Babuino, Via Bocca di Leone und Via Borgognona, wo viele führende Modehäuser ihre Läden haben. In den eleganten Stadtpalästen dieser Gegend residieren auch einige Familien der römischen Aristokratie, und so ist es gut möglich, beim Schaufensterbummel plötzlich neben der blonden Principessa Maria Pia Ruspoli oder der Unternehmerin Principessa Marina Colonna zu stehen.

 
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