Thema des Monats - Architektur

 

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Barcelona - Römische Ruinen, postmoderne Perlen

Aus einer Parallelwelt, vielleicht aus einem Fantasy-Film, scheint sie hier mit Wucht in die Wirklichkeit zu wachsen: Die bizarr-verspielte Bauweise der Gaudí-Kirche Sagrada Família erzeugt nicht nur eine ständige visuelle Reizüberflutung, sie hat auch Barcelonas Ruf als Labor für architektonische Versuche der etwas anderen Art begründet. Für Architekturfans gilt die katalanische Mittelmeermetropole seit jeher als wahres Eldorado - in dem sich römische Ruinen, modernistische Experimente und postmoderne Perlen zu einem einzigartigen Ensemble ergänzen

 
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Römische Ruinen, postmoderne Perlen

Römische Ruinen, postmoderne Perlen

Museu d’Història de la Ciutat:
Ein Lift als Zeitmaschine: Statt Stockwerke zählt das Display hier Jahreszahlen herunter. Die Fahrtstuhltüren öffnen sich erst, wenn der Besucher im Jahr 12 vor Christus und damit in den Ruinen der alten römischen Siedlung Barcino angekommen ist. Über 4000 Quadratmeter erstreckt sich die Ausgrabungsstätte direkt unter der Altstadt Barcelonas, wie auch der darüber befindliche Palau Reial Major aus dem 14. Jahrhundert gehört sie zum Museum für Stadtgeschichte - und legt ein beeindruckendes Zeugnis antiker Architektur ab.

Info:
Museu d’Història de la Ciutat: Plaça del Rei, Tel. +34/93 256 21 00. Öffnungszeiten: Di-Sa 10-19 Uhr, So 10-20 Uhr. Eintritt: 7 €, ermäßigt 5 € (bis 25 und ab 65 Jahren), für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren frei. Das Ticket gilt auch für den Eintritt in allen anderen Zentren des Museums für Stadtgeschichte.
www.museuhistoria.bcn.es
Römische Ruinen, postmoderne Perlen

Sagrada Família:
"Mein Kunde hat keine Eile", scherzte der legendäre Architekt Antoni Gaudí, wenn er auf die voraussichtliche Bauzeit seines berühmten Gotteshauses angesprochen wurde. 1882 begonnen, sollen die Arbeiten nach derzeitigem Stand im Jahr 2026 abgeschlossen werden. Unter anderem die eigentümliche Konstruktion der Sagrada Família hat zu zahlreichen Verzögerungen geführt: Kaum ein Stein gleicht hier dem anderen. Viele jüngere Teile des Bauwerks wurden - wie etwa die gesamte Westfassade - gar nicht mehr von Gaudí selbst, sondern von Architekten und Künstlern späterer Generationen gestaltet. Die stilistischen Unterschiede fallen selbst Laien sofort auf, sie sind immer wieder Gegenstand heftiger Debatten.

Info:
Sagrada Família: Carrer de Mallorca 401, Tel. +34/93 207 30 31. Öffnungszeiten: tgl. 9-18 Uhr (Oktober-März), tgl. 9-20 Uhr (April-September), 9-14 Uhr (25.+26.12. und 1.+6.1.). Eintritt: 12,50 €, ermäßigt 10,50 € (Rentner, Studenten, Jugendliche unter 18 Jahren). Mit langen Wartezeiten am Eingang und vor allem vor den Liften muss gerechnet werden!
www.sagradafamilia.cat


Römische Ruinen, postmoderne Perlen

Alles Gaudí!
Kein Architekt hat die Stadt so nachhaltig geprägt wie der Baumeister ihres berühmten Wahrzeichens. Neben der Sagrada Família gehören auch die Wohnhäuser Casa Batlló und Casa Milà (La Pedrera) sowie der ursprünglich als Wohnsiedlung geplante Parc Güell zu Antoni Gaudís Werken - und zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Barcelonas. Mit dem Modernisme hatten Gaudí und seine katalanischen Zeitgenossen ihre eigene Variante des Jugendstils entwickelt, sie wendeten sich stark organischen, also aus der Natur abgeleiteten Formen zu: In der besonders konsequent konzipierten Casa Milà kommen Ecken, Kanten, rechte Winkel oder gerade Linien so gut wie gar nicht mehr vor.

Info:
Casa Milà: Passeig de Gràcia 92, Tel. +34/902 40 09 73. Öffnungszeiten: tgl. 9-18.30 Uhr (November-Februar), tgl. 9-20 Uhr (März-Oktober). Eintritt: 15 €, ermäßigt 12 €. www.lapedreraeducacio.org. Casa Batlló: Passeig de Gràcia 43, Tel. +34/93 488 06 66. Öffnungszeiten: tgl. 9-21 Uhr. Eintritt 18,15 €, ermäßigt 14,55 €.
www.lapedreraeducacio.org. Casa Batlló: Passeig de Gràcia 43, Tel. +34/93 216 03 06. Öffnungszeiten: tgl. 9-20 Uhr. Eintritt 16,50 €, ermäßigt 13,20 €.
www.casabatllo.es. Parc Güell: Carrer d’Olot 1-13, Tel. +34/93 213 04 88. Öffnungszeiten: tgl. 10 Uhr bis zur Dämmerung. (Teilweise veränderte Feiertags-Öffnungszeiten bei allen Sehenswürdigkeiten)


Römische Ruinen, postmoderne Perlen

MACBA:
Mit ihrem neuen Museum für zeitgenössische Kunst setzten die Katalanen in den frühen 1990er Jahren ein weithin sichtbares, markantes Zeichen: Der von US-Architekt Richard Meier entworfene, schneeweiße Bau symbolisierte die kulturelle Wiedergeburt Barcelonas. Das abgekürzt einfach MACBA genannte Museum entstand zwischen 1992 und 1995 mitten im damaligen Problemstadtteil El Raval - der heute zu den angesagtesten Szenevierteln zählt.

Info:
MACBA: Plaça dels Àngels 1, Tel. +34/93 412 081 0. Öffnungszeiten: Mo, Mi-Fr 11-19:30 Uhr, Sa 10-20 Uhr, So 10-15 Uhr (25. September – 26. Juni), Mo, Mi-Fr 11-20 Uhr, Sa 10-20 Uhr, So 10-15 Uhr. (27. Juni – 24. September), an Feiertagen abweichend. Eintritt: 7,50 €, ermäßigt 6 € (Studenten), frei für Kinder unter 14 Jahren und Senioren ab 65 Jahren. Jahreskarte: 12 €. www.macba.es


Römische Ruinen, postmoderne Perlen

Edifici Fòrum:
Architektur als Wegbereiter einer neuen Stadt: Auch das zwischen 2000 und 2004 gebaute "Edifici Fòrum" sollte Symbol für die Zukunft Barcelonas sein, nichts weniger als einen ikonographischen Bau hatte man bei den beiden Schweizer Stararchitekten Jacques Herzog und Pierre de Meuron bestellt. Mit einem 3200 Menschen fassenden Auditorium und weiteren Ausstellungssälen war das Fòrum Hauptgebäude der Mega-Veranstaltung "Forum der Kulturen" - und ebenso wie diese hoch umstritten: Kritiker verspotten die massive dreieckige Struktur noch heute als "schwebendes Stück Käsekuchen".

Info:
Edifici Fòrum: Rambla de Prim 2-4.


Römische Ruinen, postmoderne Perlen

W-Hotel:
Himmelwärts: Seit den 1980er Jahren wächst Barcelona immer mehr in die Vertikale. Mit dem vom bekannten katalanischen Architekten Ricardo Bofill entworfenen W-Hotel hat die Skyline der Stadt erst 2010 weiteren Zuwachs bekommen. Wie ein gigantisches Segel wölbt sich sein 99 Meter hoher Turm auf einem dem alten Hafen vorgelagerten Pier, die oberen von insgesamt 26 Stockwerken garantieren also spektakuläre Ausblicke aufs Mittelmeer. Wer sich hier einmietet, wohnt nicht nur direkt am Strand - sondern auch in einer echten Nobelherberge.

Info:
W-Hotel: Plaça de la Rosa del Vents 1, Tel. +34/93 295 28 00. Übernachtung: im Doppelzimmer ab etwa 320 Euro.
www.w-barcelona.com
 

Fotos: Thinkstock, Corbis (3), Gaillarde/Gamma/laif, Rafael Vargas, PR

 
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