Lufthansa Highlights Nizza

 

Lufthansa Reisebericht Highlights Nizza

 

Mondänes Nizza: Die Legende lebt

Erst traf sich hier der europäische Hochadel, später folgte die internationale Kunstszene, dann der globale Jetset. Vom dekadenten Charme des einst vielleicht schicksten Reiseziels weltweit hat sich Nizza bis heute viel bewahrt. Und selbst wenn es anderswo günstigere Hotels und Restaurants gibt: Ein Urlaub in der provenzalischen Stadt ist mittlerweile sogar für bürgerliche Normalverdiener bezahlbar


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Flaneure & Adelige

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Promenade des Anglais:
Nizza, so sagte der Schriftsteller Alexandre Dumas 1851, sei eigentlich eine englische Stadt, in der man manchmal auch einen Franzosen antreffe. Tatsächlich waren es zuerst Aristokraten aus England, die vor dem ungemütlichen Klima ihrer Heimat nach Nizza flohen – und dort mit Vorliebe über die nach ihnen benannte (und erst durch ihre Initiative angelegte) Strandpromenade Promenade des Anglais spazierten. Durch eine jetzt parallel verlaufende sechsspurige Straße hat die Flaniermeile zwar etwas an Flair verloren. Zu besonderen Veranstaltungen wie den Konzerten der Prom'Parties wird die Straße jedoch gesperrt, dann gehört die Promenade wieder ganz den Flaneuren

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Hotel Negresco:
Ein paar Jahre genügten schon, um das - wie viele andere Luxushotels an der Promenade des Anglais stehende - Negresco zur Legende werden zu lassen: 1912 von Henri Negresco, dem ehemaligen Direktor des städtischen Casinos eröffnet, wurde es sofort zum bevorzugten Treffpunkt für den europäischen Hoch- und Geldadel. Doch schon bald musste das Haus wieder schließen, während des Ersten Weltkriegs sollte es als Militärhospital genutzt werden. Auch nach Kriegsende blieben die wohlhabenden Gäste erstmal an der gesamten Côte d'Azur aus, 1957 kaufte die Nizzaer Familie Augier dann das Negresco - und führte es endlich zu altem Glanz zurück.

Info:
Hotel Negresco: 37, Promenade des Anglais, Tel.: +33-4 /93 16 64 00. www.hotel-negresco-nice.com

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Kathedrale Saint-Nicolas:
Auch die russische Zarenfamilie kam seit Mitte des 19. Jahrhunderts regelmäßig nach Nizza, in ihrem Gefolge reisten weitere wohlhabende Aristokratenfamilien mit. Als Angehörige des Hochadels waren sie es gewohnt, auf Nichts zu verzichten, dringend benötigten sie daher eine eigene orthodoxe Kathedrale. Zar Nikolaus II stellte höchstpersönlich ein Grundstück zur Verfügung, 1912 wurde die Kathedrale Saint-Nicolas dann vollendet. Zwar bereitete die Oktoberrevolution von 1917 dieser russischen Herrlichkeit im Süden Frankreichs ein Ende. Doch in der Folge flohen nicht wenige verarmte Adlige aus Russland nach Nizza, das prachtvolle Gotteshaus wurde zur spirituellen Heimat dieser Exilgemeinde.

Info:
Kathedrale Saint-Nicolas: Avenue Nicolas II, Tel.: +33/(0)4 93 96 88 02. Öffnungszeiten: Mai-Okt tgl. 9-12 und 14:30-18 Uhr, Nov-15. Feb tgl. 9.30-12 und 14.30-17 Uhr, 16. Feb-Apr 9.15-12 und 14.30-17.30. Eintritt: 3 €. www.acor-nice.com

 
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Casinos, Malerei & Musik

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Casino Palais de la Méditerranée:
Faites vos jeux! Auf Superreiche und solche, die es dringend werden wollen, entfalten die beiden Casinos der Stadt noch heute eine ungebrochene Faszination: Sowohl im Le Ruhl als auch im Palais de la Méditerranée können kleine Vermögen verspielt oder gewonnen werden, unter anderem beim Poker, Black Jack oder Roulette.

Info:
Casino Palais de la Méditerranée: 15, Promenade des Anglais, +33-4/92 14 68 00. Öffnungszeiten: So-Do 10-3, Fr+Sa 10-4 Uhr. www.casinomediterranee.com. Casino Le Ruhl: 1, Promenade des Anglais, +33-4/97 03 12 22. Öffnungszeiten: So-Do 9-4, Fr und Sa 9-5 Uhr. www.lucienbarriere.com

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Matisse-Museum:
Nicht etwa wegen des viel beschworenen, besonderen Lichts kam der Künstler Henri Matisse an die Côte d'Azur: Ihn zog es nach Nizza, weil er sich vom milden Mittelmeerklima eine Linderung seiner chronischen Bronchitis versprach. Matisse stieg im edlen Hotel Beau Rivage ab, musste aber von hier aus mehrere Wochen lang mit ansehen, wie sich ein Dauerregen auf See und Stadt ergoss. Schon hatte er sich wieder zur Abreise entschlossen, wachte dann aber am nächsten Morgen bei strahlendem Sonnenschein auf - und blieb bis ans Ende seines Lebens. Einige seiner wichtigsten Werke stellt heute das Matisse-Museum im Vorort Cimiez aus.

Info:
Matisse-Museum: 164, Avenue des Arènes de Cimiez, Tel. : +33-4/93 81 08 08. Öffnungszeiten: tgl. außer Di 10-18 Uhr. Eintritt frei, Führungen 2,50 bis 5,- €. www.musee-matisse-nice.org

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Nice Jazz Festival:
Jazz spielten die Luxushotels im mondänen Nizza schon seit den 1920er Jahren, 1948 feierte die Stadt dann das erste Jazzfestival Frankreichs – und lud natürlich nur die Besten ein: Zur Festivalpremiere im Opernhaus kamen Legenden wie Louis Armstrong, Django Reinhardt und Stéphane Grappelli. Mittlerweile wird jährlich und unter freiem Himmel gespielt, Kritiker sprechen anerkennend vom vielleicht wichtigsten Jazzfestival Europas.

Info:
www.nicejazzfestival.fr

 

Fotos: Look-foto; Bildagentur Huber, getty images (2), mauritius images (3), E. Billhardt,
© Succession H. Matisse pour les œuvres/Ville de Nice/Musée Matisse/Nathalie Lavarenne

 
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