Thema des Monats - Wellness

 

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Helsinki - Wellness auf Finnisch: Es wird heiß, Baby

Weltweit fliehen Frierende an kalten Tagen in die Sauna, sie ist Finnlands ältestes Exportgut. Ihre Saunakultur haben die Finnen allerdings bis heute weitgehend für sich behalten. Wer wissen will, wie ein Schwitzbad wirklich funktioniert, sollte also nach Helsinki reisen – wo man übrigens ganzjährig sauniert. Denn echte Finnen schwitzen im Sommer genauso gerne wie im Winter

 
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Wellness auf Finnisch: Es wird heiß, Baby

Wo Politiker ins Schwitzen kommen

Wo Politiker ins Schwitzen kommen:
Was den Deutschen ihr Bier, ist den Finnen ihre Sauna: ein Kulturgut, das seinen festen Platz im Alltag hat. Traditionell nutzte man die Schwitzhütte nicht nur zum Saunieren, sondern beispielsweise auch zum Kochen. Bereits im Nationalepos Kalevala wird sie mehrfach erwähnt, Forscher haben ihr mehrere Doktorarbeiten gewidmet. Das Fernsehen sendete sogar schon Talkshows aus einer Sauna, zu Gast waren unter anderem wichtige finnische Politiker. Und Finnlands Ex-Präsident Urho Kekonnen lässt sich so zitieren: „Ein Leben ohne Sauna wäre für mich ganz unmöglich.“
Tor zu einer anderen Welt

Tor zu einer anderen Welt:
Saunieren war nie ein Privileg für gehobene Schichten, sondern wurde und wird einfach als Notwendigkeit betrachtet. Auf dem Land ließen sich schlichte Schwitzhütten schon immer ebenso schnell wie billig bauen – und dann sehr vielfältig nutzen. Bis vor drei, vier Generationen brachten finnische Mütter sogar ihre Kinder in der Sauna zur Welt: Da durchs regelmäßige Aufheizen viele Krankheitserreger abgetötet wurden, gab es im ganzen Haus keinen saubereren Ort. Auch Verstorbene wurden in der Schwitzhütte aufgebahrt und balsamiert, sie diente also als eine Art Tor zwischen Diesseits und Jenseits


Öffentliche Stadtsaunen

Öffentliche Stadtsaunen:
Als Anfang des 20. Jahrhunderts viele Finnen in die Städte zogen, entstanden dort große öffentliche Saunen. Heute gehört das Schwitzbad sogar in Stadthäusern und -wohnungen zur Grundausstattung. Unternehmen und staatliche Behörden betreiben Saunen für ihre Angestellten, Hotels für ihre Gäste. Insgesamt verfügen die rund fünf Millionen Finnen über bis zu zwei Millionen Schwitzbäder, von den klassischen öffentlichen Saunen sind in Helsinki deshalb nur noch drei übrig geblieben.

Info:
Hermannin Sauna: Hämeentie 63, Tel.: +358-(0)9/701 24 24. Öffnungszeiten: Mo-Fr 14-20, Sa 12-18 Uhr. Eintritt: 9 € (ermäßigt 6-8 €). www.saunahermanni.fi (Finnisch). Kotiharju Sauna: Harjutorinkatu 1, Tel.: +358-(0)9/753 15 35. Öffnungszeiten: Di-Sa 14-21.30 Uhr. Eintritt: 12€ (ermäßigt 6€ - 8,50€). www.kotiharjunsauna.fi (Finnisch, Info-PDF in Englisch). Sauna Arla: Kaarlenkatu 15, Tel.: +358-(0)9/71 92 18. Öffnungszeiten: Mi-So 14-20 Uhr. Eintritt: 9€ (ermäßigt 7€). www.arlansauna.net (Finnisch)


Saunasitten

Saunasitten:
Schon im Alter von etwa 20 Wochen nehmen finnische Eltern ihre Babys zum ersten Mal mit in die Sauna. Für die meisten Finnen wird der Saunabesuch dann zu einem wöchentlichen Ritual, das sie bis ans Lebensende pflegen. Man geht mit der Familie, mit Freunden oder auch mit Geschäftspartnern ins Schwitzbad. Anders als etwa in Deutschland ist es üblich, sich dort lebhaft zu unterhalten. Finnen saunieren zumindest öffentlich meist nach Geschlechtern getrennt – und immer unbekleidet. Im altehrwürdigen städtischen Yrjönkatu-Schwimmbad von 1928 kann nach dem Saunabesuch sogar nackt gebadet werden.

Info:
Yrjönkatu-Schwimmbad: Yrjönkatu 21b, Tel.: +358-(0)9/31 08 74 01. Öffnungszeiten: je nach Tag und Geschlecht des Besuchers, siehe Website. Eintritt: ab 4,80 Euro. Preise variieren je nach gewähltem Angebot.www.hel.fi (u.a. Englisch und Finnisch)


Strandsauna an der Ostsee

Strandsauna an der Ostsee:
Nicht wundern: Finnen schlagen sich in der Sauna mit Birkenzweigen, um so die Poren zu öffnen und den Blutkreislauf anzuregen. Auch gut zu wissen: Waschfrauen seifen den Rücken der Saunagänger ein und schrubben ihn dann kräftig ab. Und: Am meisten Spaß macht das Saunieren natürlich, wenn man danach in kühles See- oder Meerwasser springt. Die beiden Saunen des bequem mit der Metro erreichbaren Rastila-Campingplatzes liegen deshalb direkt an einer Ostsee-Bucht. Wer lieber privat schwitzen will, kann sie außerhalb der regulären Öffnungszeiten auch komplett anmieten.

Info:
Strandsauna am Rastila-Campingplatz: Karavaanikatu 4, Tel.: +358-9/(0)310 78517. Öffnungszeiten: Di 17-19 Uhr (Frauen) und 19-20.30 Uhr (Männer), Do 17-19 Uhr (Männer) und 19-20.30 Uhr (Frauen), Sa 9-11 Uhr (Männer) 11-13.30 (Frauen), So 10-14 Uhr (Frauen) und 14-18 Uhr (Männer). Eintritt: 6,50 € (ermäßigt 3,50 €), Miete für private Sauna 20 € (Familiensauna) oder 65 € (Strandsauna) pro Stunde, mindestens 2 Stunden. www.rastilacamping.fi (u.a. Englisch und Finnisch)


Spa mit Wasserpark

Spa mit Wasserpark:
In Helsinkis öffentlichen Saunen lässt sich die finnische Saunakultur zwar hautnah erlauben. Wer sie besucht, sollte allerdings keine Wohlfühl-Tempel erwarten: Großzügige Ruhebereiche fehlen hier schon mal, stattdessen schlägt man sich zum Auskühlen ein Handtuch um die Hüfte, schnappt sich einen Plastikstuhl – und setzt sich dann draußen auf den Bürgersteig. Mehr Wellness (aber weniger Charakter) bieten auch in Finnland moderne Spas mit ihrer Vielfalt verschiedener Anwendungen. Zum Flamingo Spa in Helsinkis Nachbarstadt Vantaa gehört sogar ein ganzer Wasserpark mit Rutschen und Restaurants.

Info:
Flamingo Spa: Vantaa, Tasetie 8, Tel.: +358-(0)20/778 52 25. Öffnungszeiten Mo-Fr 10-21, Sa 9-21, So 9-20 Uhr. Eintritt: ab 29 € für 4 Stunden (Spa). www.flamingospa.fi (u.a. Englisch und Finnisch)
 

Fotos: Boening/Lengler/laif (3), visithelsinki.fi, visitfinland.com

 
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