Lufthansa Highlights St. Petersburg

 

Lufthansa Reisebericht Highlights St. Petersburg

 

Pracht und Prunk in Petersburg

Als "Hauptstadt aus dem Nichts“, so staunte einst Russlands Nationaldichter Alexander Puschkin, sei St. Petersburg geboren worden: Wo sich nur ein paar Jahre zuvor noch weites Sumpfland erstreckt hatte, bezog im frühen 18. Jahrhundert schon der gesamte russische Hochadel seine neuen Residenzen. Bald entstanden beeindruckende Prunkbauten - die das Stadtbild der weltweit nördlichsten Millionenmetropole bis heute prägen

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Das Venedig des Nordens

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Peter-und-Paul-Festung:
Wo alles anfing: 1703 eroberte Zar Peter der Große die Region ums heutige St. Petersburg von den Schweden – und begann sofort, eine in der Newa-Mündung gelegene Insel zur Festung auszubauen. Nachdem die Skandinavier militärisch geschlagen waren, diente seine Anlage vor allem als Kaserne und Gefängnis für – teils sehr berühmte – politische Gefangene wie Michail Bakunin, Fjodor Dostojewski und Maxim Gorki. Heute gehört die Peter- und Paul-Festung zu den wichtigsten Attraktionen der Stadt, sie beherbergt verschiedene Ausstellungen und Museen.

Info:
Peter-und-Paul-Festung: Troizkaja Ploschtschad, +7-812/230 64 31. Öffnungszeiten: Festung tgl., Museen und Gefängnis Di 10-17, Do-Mo 10-18 Uhr. Eintritt: die Festung selbst kann kostenlos besichtigt werden, kostenpflichtige Tickets sind für verschiedene Sehenswürdigkeiten auf der Insel erforderlich. www.spbmuseum.ru (Russisch)

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Winterpalast/Eremitage:
Ab 1711 ließ Zar Peter seinen ersten Winterpalast bauen. Mit Hochdruck trieb er jetzt den Ausbau St. Petersburgs zur Hauptstadt voran: Alle Steinmetze des Landes wurden rekrutiert, nirgendwo sonst in Russland durfte noch mit Stein gebaut werden, zehntausende Zwangsarbeiter und Leibeigene starben an Krankheit und Entkräftung. Der Winterpalast des Zaren wurde später mehrmals abgerissen und dann – prächtiger und prunkvoller denn je – wieder aufgebaut. Heute dient er als Hauptgebäude der Eremitage, einem der wichtigsten Kunstmuseen weltweit.

Info:
Eremitage: Dworzowaja Ploschtschad 2, +7-812/710 90 79. Öffnungszeiten Eremitage: Di-Sa 10.30-18, So 10.30-17 Uhr (der Winterpalast schließt jeweils eine Stunde früher). Eintritt: 400 Rubel (für Ausländer), 100 Rubel (für russische Staatsbürger), Schüler und Studenten frei. www.hermitagemuseum.org (Russisch und Englisch)

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Ägyptische Brücke:
Als Amsterdam oder Venedig des Nordens sah Peter der Große seine neue Hauptstadt, ihre Bewohner sollten sich vor allem auf Kanälen fortbewegen: Im Sommer würde man die künstlichen Wasserstraßen mit Booten befahren, im Winter könnte eine dichte Eisdecke auch Schlitten tragen. Schnell erwies sich der Straßenverkehr aber als effektiver, die frisch angelegten Kanäle – und später auch der breite Newa-Strom – mussten also an mittlerweile mehreren hundert Stellen überbrückt werden. Zu den außergewöhnlichsten Brücken gehört die von Sphinxen bewachte Ägyptische Brücke über den Fontanka-Fluss.

 
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Geschichtsträchtiges

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Grand Hotel Europe:
Tschaikowski, Strawinski, Debussy und viele andere mehr – seine zahlreichen prominenten Gäste verwöhnte dieses 1875 eröffnete Hotel mit fast schon zaristischem Luxus. Das durch Jugendstil-Elemente ornamentierte Gebäude steht in der Nähe des Newski-Prospekts, an dem damals auch die meisten russischen Aristokraten residierten. Nach der Oktoberrevolution von 1917 wurde das Haus verstaatlicht und zwischenzeitlich als Lazarett genutzt. Erst 1991 eröffnete es wieder als 5-Sterne-Hotel, in dem erneut internationale Superstars und Staatsgäste absteigen: Die einfachsten Zimmer sind hier für etwa 300, die exklusivsten Suites für knapp 4000 Euro zu buchen.

Info:
Grand Hotel Europe: Michailowskaja Ulitsa 1/7, +7-812/329 60 00. www.grandhoteleurope.com.

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Dostojewski-Museum:
Spätestens im 19. Jahrhundert stand die Stadt auch in voller kultureller Blüte. So lebten hier einige der bekanntesten russischen Schriftsteller. Allerdings wurden nicht wenige von ihnen wegen ihrer liberalen Ansichten durch das zaristische Regime verfolgt, Fjodor Dostojewski („Die Dämonen“, „Der Idiot“, „Der Spieler“) sollte sogar hingerichtet werden. Erst auf dem Richtplatz begnadigte ihn Zar Nikolaus I., Dostojewski wurde nach Sibirien verbannt und kehrte erst viel später wieder zurück. Die Wohnung, in der er die letzten Jahre seines Lebens (1878-81) verbrachte, wurde in den 1970er Jahren weitgehend rekonstruiert und zum Dostojewski-Museum umgebaut.

Info:
Dostojewski-Museum: Kuznechny Pereulok 5/2, +7-812/571 40 31. Öffnungszeiten: Di-So 11-18 Uhr. Eintritt: 160 Rubel, ermäßigt 80 Rubel (für Ausländer, russische Staatsbürger zahlen vergünstigte Preise). http://eng.md.spb.ru (Englisch und Russisch)

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Panzerkreuzer Awrora:
Wo alles endete: Mit der Oktoberrevolution fand eine Ära ihren Abschluss, die bisherige Zarenstadt verlor rapide an Bedeutung, Moskau wurde zum neuen (und alten) Zentrum der Macht im 1922 gegründeten Sowjetreich. Dabei hatte der bolschewistische Umsturz doch genau hier, in St. Petersburg, begonnen. Am Abend des 25. Oktober 1917 feuerte der Panzerkreuzer Awrora einen Platzpatronenschuss aus seiner Bugkanone ab - und gab damit das Signal zur Erstürmung des Winterpalasts. Heute kann das ehemalige Kriegsschiff besichtigt werden.

Info:
Panzerkreuzer Awrora: Petrogradskaja Nabereschnaja 4, +7/812/230 84 40. Öffnungszeiten: Di-Do, Sa+So 10.30-16 Uhr. Eintritt: 300 Rubel, ermäßigt 100 Rubel. http://www.aurora.org.ru

 

Fotos: Scicluna/Heaton/Schmid/Corbis (3), Hilger/Standl/laif (2), mauritius images, PR

 
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