Lufthansa Highlights Nürnberg

 

Lufthansa Highlights Reisebericht Nürnberg

 

Historisches Nürnberg: Großstadt mit Geschichte

Von der Kaiserburg bis zum Reichsparteitagsgelände: Im Stadtbild ist Nürnbergs bewegte Geschichte allgegenwärtig, an vielen Stellen gleicht die Altstadt sogar einem Open-Air-Museum. Vor allem aus dem Mittelalter sind viele bedeutende Bauten erhalten geblieben, und unter dem Stadtkern erstreckt sich ein mehrgeschossiges, lange Zeit geheimes Gängesystem – das heute ausgiebig erkundet werden kann.


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Kaiserburg, Historische Meile und Stadtmauer

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Kaiserburg:
Mittelalterliches Machtzentrum: Mehr als ein halbes Jahrtausend lang gehörte die Nürnberger Kaiserburg zu den wichtigsten Königspfalzen des Heiligen Römischen Reichs. Statt in einer Hauptstadt zu residieren, zogen die Kaiser und Könige damals übers Land – und hielten in ihren als Pfalzen bezeichneten Stützpunkten Hof. Bauarbeiten für die Kaiserburg begannen bereits in der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts. Unter anderem von Kaiser Barbarossa wurde sie später großzügig ausgebaut. Heute können Wohn- und Repräsentationsräume besichtigt werden, zu den weiteren Highlights der Anlage zählen die Doppelkapelle und der Sinwellturm.

Info:
Kaiserburg: Auf der Burg 13, Tel.: +49-(0)911/24 46 59-0. Öffnungszeiten: Apr.-Sep. tgl. 9-18, Okt.-Mär. tgl. 10-16 Uhr, an manchen Feiertagen geschlossen. Eintritt: 7 € (ermäßigt 6 €), günstigere Eintrittspreise für Teilbereiche der Anlage. Besichtigung nur mit etwa 90-minütiger Führung. Führung und Eintritt zum Kaiserburgmuseum sind im Preis inbegriffen.
www.schloesser.bayern.de/
deutsch/schloss/objekte/nbg_burg.htm

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Historische Meile/Schöner Brunnen:
Nicht nur wegen der Kaiserburg war Nürnberg die vielleicht bedeutendste Reichsstadt des späten Mittelalters. Regelmäßig kam hier der Reichstag zusammen. Handel, Kultur und Kunst erlebten eine beispiellose Blüte, die ihren Ausdruck auch in zahlreichen mittelalterlichen Prachtbauten fand. Bis zum Zweiten Weltkrieg war der historische Nürnberger Stadtkern komplett erhalten geblieben, dann wurde er fast vollständig zerstört – und nach Kriegsende mit besonderer Konsequenz und Sensibilität wiederaufgebaut. Seit dem Jahr 2000 führt die Historische Meile zu den wichtigsten Bauwerken: Schilder weisen den Weg, ein im Internet als PDF verfügbares Begleitheft erklärt sämtliche Stationen – wie den etwa 19 Meter hohen Schönen Brunnen.

Info:
Historische Meile: www.historische-meile.nuernberg.de (mit Begleitheft als PDF-Dokument).

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Stadtmauer/Handwerkerhof:
Auch die letzte Nürnberger Stadtmauer ist so gut erhalten wie in kaum einer anderen mitteleuropäischen Stadt. Auf 5 Kilometern Länge war das Bollwerk bis ins Jahr 1400 angelegt worden, es galt als uneinnehmbar – und wurde tatsächlich nie bezwungen. Bis heute ist die größte Lücke in der Mauer gerade mal 310 Meter lang. 71 Türme ragen noch aus der Umwallung, sie werden als Jugendtreffs, Künstlerateliers oder Studentenunterkünfte genutzt. Am Frauentorturm lädt der Handwerkerhof – eine Art mittelalterlicher Mini-Stadtteil – zu kunsthandwerklichen und kulinarischen Zeitreisen ein.

Info:
Handwerkerhof: Königstor, Tel.: +49-(0)911/98 83 35 90. Öffnungszeiten: Mo-Sa 9-22, Gastronomie 10.30-22, Ladengeschäfte 10-18.30 Uhr (Sa außer während des Christkindlesmarkts 10-16 Uhr); während des Christkindlesmarkts auch So geöffnet, vom 31.12.-Frühlingsanfang geschlossen. www.handwerkerhof.de

 
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Felsengänge, Albrecht-Dürer-Haus und Justizpalast

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Felsengänge:
Eine vollständige Karte von dem komplexen Keller- und Stollensystem unter der Nürnberger Altstadt? Gibt es nicht! Jahrhunderte lang waren die Stollen Geheimsache, im Zweiten Weltkrieg wurden dann auch noch viele historische Unterlagen zerstört. Gesichert ist, dass man die Gewölbe hauptsächlich zum Brauen von Bier nutzte. Rund 200 Bierbrauer gab es im mittelalterlichen Nürnberg. Sie alle gruben ihre bis zu vier Stockwerke tiefen Keller in den festen Sandstein, erweitern diese Anlagen immer mehr – und schufen so ein weites Netz von Felsengängen. Während des Weltkriegs wurden die Stollen dann als Bunker genutzt, zahlreiche Nürnberger überlebten hier die alliierten Bombenangriffe.

Info:
Treffpunkt für Führungen durch die Felsengänge: Brauereiladen der Hausbrauerei Altstadthof, Bergstraße 19, +49-(0)911/244 98 59. Öffnungszeiten: tgl. Touren zu verschiedenen Themen, z.B. „Historische Felsengänge“, „Kunstbunker“ „Rotes Bier“, „Kellergeister“, „Kinderführung“, „Dunkelführung“; Zeiten und Daten siehe Website, teilweise begrenzte Teilnehmerzahl. Eintritt: je nach gewählter Tour, ab 4,50 € (ermäßigt 3,50 €). http://historische-felsengaenge.de

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Albrecht-Dürer-Haus:
Der in Nürnberg geborene Albrecht Dürer gehörte zu den bedeutendsten europäischen Künstlern der frühen Neuzeit, war außerdem ein einflussreicher Kunsttheoretiker und Mathematiker. Ab 1509 bewohnte er ein mittlerweile fast 600 Jahre altes Fachwerkgebäude im Nürnberger Stadtzentrum. Hier entstanden viele seiner Werke, bei der Arbeit ließ sich Dürer auch von mehreren Lehrlingen und Gesellen unterstützen. Heute können seine nachempfundenen Wohn- und Werkstatträume besichtigt werden, eine Küche ist sogar weitgehend im Originalzustand erhalten geblieben. Unter dem Dach stellt das Graphische Kabinett iWerke des ehemaligen Bewohners und weiterer Künstler aus.

Info:
Albrecht-Dürer-Haus: Albrecht-Dürer-Straße 39, Tel.: +49-(0)911/ 231 25 68. Öffnungszeiten: Di-Fr 10-17, Do 10-20, Sa+So 10-18 Uhr, Jul.-Sep. und während des Christkindlesmarkts auch Mo 10-17 Uhr, Sonderöffnungszeiten an Feiertagen. Eintritt: 5 € (ermäßigt 3 €).
http://www.museen.nuernberg.
de/duererhaus/

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Reichsparteitagsgelände/
Justizpalast:

Ohne den Exkurs ins Dritte Reich wäre eine Zeitreise durch Nürnbergs Geschichte nicht komplett. Bei ihren Reichsparteitagen ließen die Nazis hunderttausende Menschen auf einem eigens geschaffenen Gelände aufmarschieren, so wollten sie ihre Macht und Geschlossenheit demonstrieren – und sich in die Tradition der mittelalterlichen Reichstage stellen. Zwei Dokumentationszentren informieren heute sowohl über diese Propaganda-Events als auch über die Nürnberger Prozesse: Nach Kriegsende wurden die Spitzen des NS-Staats im Justizpalast der Stadt für ihre Kriegsverbrechen verurteilt.

Info:
Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände: Bayernstraße 110, Tel.: +49-(0)911/231 75 38. Öffnungszeiten: Mo-Fr 9-18, Sa+So 10-18 Uhr. Eintritt: 5 € (ermäßigt 3 €). http://www.museen.nuernberg.
de/dokuzentrum
. Memorium Nürnberger Prozesse: Bärenschanzstraße 72, Tel.: +49-(0)911/32 17 93 72. Öffnungszeiten: Mi-Mo 10-18 Uhr. Eintritt: 5 € (ermäßigt 3€). www.memorium-nuernberg.de
http://www.memorium-nuernberg.de

 


Fotos: Tobias Gerber/laif (2), Congress- und Tourismuszentrale Nürnberg, Museen der
Stadt Nürnberg

 
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