Thema des Monats - Landpartie

 

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Atlanta - Schöne Alte Welt

Zypressensümpfe und Baumwollfelder, große Plantagen und Herrenhäuser, Magnolien und mächtige Eichen: Nur wenige Autostunden von Atlanta entfernt erstreckt sich Amerikas Alter Süden, bis heute hat er von seinem stillen Zauber nichts verloren. Eine Reise von Charleston nach Savannah.

Eine Kurve, noch eine Kurve, sanft schlängelt sich die Long Point Road an Wiesen und Farmen vorbei durch Mount Pleasant, einen Vorort von Charleston im US-Bundesstaat South Carolina. Dann kommt die Einfahrt zur Boone Hall Plantation. Magnolien, Azaleen. Eine letzte Kurve, jetzt vorsichtig bremsen: Vor uns liegt eine breite Allee, umrahmt von mächtigen Eichen. Spanisches Moos hängt meterlang von den Ästen und wiegt sich im Wind; in der Ferne schimmern die weißen Säulen des Haupthauses.

Im Schritttempo fahren wir weiter, rechts galoppieren Pferde. Links, hinter den Stämmen, tauchen die alten Sklavenhütten auf. 1681 wurde Boone Hall gegründet, die Allee dann ab 1743 gepflanzt. Baumwolle hat die Plantage, eine der ältesten der USA, die noch immer in Betrieb ist, einst reich gemacht. Jetzt werden hier vorallem Erdbeeren, Tomaten und Kürbisse angebaut.
Am Ende der Allee steht auch die Cotton Gin, in dem die Baumwollsamen aus dem flauschigen Weiß geschlagen wurden;

daneben der Rosengarten, das alte Brunnenhaus, Perlhühner laufen gackernd herum. Süßer Blütenduft mischt sich mit dem moderigen Geruch aus Marschen und Sümpfen. Man muss unweigerlich an „Vom Winde verweht“ denken, an Tara. Und man würde sich nicht wundern, wenn jetzt Vivien Leigh im Reifrock durch die Rosen schreiten würde. Boone Hall liegt mitten im Herzen des Old South, des wahren, tiefen, alten Südens der USA.

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Bezaubernde Plantagen

Schöne Alte Welt

Avenue of Oaks:
Bekannt aus Film und Fernsehen: Auf der Avenue of Oaks drehte man unter anderem für die Südstaaten-Epen „Vom Winde verweht“ und „Fackeln im Sturm“. Mehr als einen Kilometer lang führt die von alten Eichen gesäumte Allee zum Herrenhaus der Boone Hall Plantation, sie wurde bereits vor fast 260 Jahren angelegt.

Info:
Boone Hall Plantation & Gardens: 1235 Long Point Road, Mount Pleasant, Tel.: +1-843 884 4371. Öffnungszeiten: Mo-Sa 9-17, So 13-16 Uhr (Kernöffnungszeiten, teilweise auch länger). Eintritt: 19,50 US$ (ermäßigt 17 US$, Kinder bis 12 Jahre 9,50 US$). http://boonehallplantation.com

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Boone Hall Plantation:
Boone Hall gilt als meist fotografierte Plantage der USA. Beeindruckend und bedrückend zugleich ist die sogenannte Sklavenstraße mit ihren neun restaurierten Behausungen: In diesen Hütten wohnten besser gestellte Sklaven, also Hausdiener oder Handwerker. Feldarbeiter lebten noch deutlich einfacher. An Stelle des alten Herrenhauses steht heute eine Villa aus dem Jahr 1935, wie auch die ehemaligen Sklavenunterkünfte kann ihr Erdgeschoss besichtigt werden.

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Drayton Hall und Magnolia Plantation:
Noch mehr Plantagen: Drayton Hall ist fast schon ein Muss für jeden Südstaaten-Besucher. Die Anlage gehört zu den großen magischen Orten des Old South, ihr zauberhaftes Haupthaus sieht heute noch genauso aus wie im Jahr seiner Fertigstellung 1742. Auch die Magnolia Plantation liegt – wie Drayton Hall – an der Ashley River Road in Charleston. Mit einem eigenen Streichelzoo bietet sie eine besondere Attraktion für Kinder, sehenswert ist auch der verwunschene Zypressensumpf.

Info:
Drayton Hall: 3380 Ashley River Road, Charleston, Tel.: +1-843 769 2600. Öffnungszeiten: Mär.-Okt. tgl. 8.30-18 Uhr (letzter Einlass 17 Uhr), Nov.-Feb. tgl. 9.30-17.30 Uhr (letzter Einlass 16 Uhr). Eintritt: 18 US$ (Kinder/Jugendliche 6/8 US$). http://www.draytonhall.org. Mangnolia Plantation: 3550 Ashley River Road, Charleston, Tel.: +1-800 367 3517. Öffnungszeiten: Mär.-Okt. tgl. 9-16.30 Uhr, Nov.-Feb. leicht abweichend und auf Anfrage. Eintritt: 15 US$ (Kinder 10 US$, für einige Attraktionen zusätzlicher Eintritt). http://www.magnoliaplantation.com

 
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Luxus und Charme aus alten Zeiten

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Owens-Thomas House:
Luxus aus alten Zeiten: Das Owens-Thomas House in Savannah wurde bis 1819 für einen reichen Baumwollhändler gebaut, heute dient das Gebäude als Museum. Gezeigt werden historische Möbel, Stoffe, Schmuck und Porzellan, die meisten Stücke sind zwischen 1750 und 1830 entstanden. Im Salon ist die Einrichtung sogar weitgehend originalgetreu erhalten geblieben, im ehemaligen Dienstbotenflügel werden außerdem Artefakte der schwarzen Sklavenkultur ausgestellt.

Info:
Owens-Thomas House: 124 Abercorn Street, Tel.: +1-912 790 8889. Öffnungszeiten: Mo 12-17, Di-Sa 10-17, So 13-17 Uhr (Besichtigung nur mit geführter Tour, die letzte Tour des Tages startet um 16.30 Uhr.) Eintritt: 20 US$, ermäßigt 5-18 US$). http://telfair.org/visit/owens-thomas-house/

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Monterey Square:
Charme aus alten Zeiten: Den Amerikanischen Bürgerkrieg überstand Savannah unzerstört, die Stadt ergab sich kampflos der Nordstaaten-Armee und bewahrte dadurch ihre ursprüngliche Südstaaten-Schönheit. Der Monterey Square gilt als schönster Platz des ganzen Orts, neben pittoresken Häusern wie dem Mercer House steht hier eine von weltweit nur sehr wenigen im gotischen Stil erbauten Synagogen.

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Lady & Sons:
Jede Menge Meeresfrüchte, viel Huhn und natürlich die typischen „Fried Green Tomatoes“ – das Restaurant Lady & Sons bringt köstliches Southern und Soul Food auf den Tisch. Dass der Laden bestens besucht ist, liegt übrigens nicht nur am leckeren Essen: Inhaberin Paula Deen kennt man US-weit auch als Fernsehköchin..

Info:
Lady & Sons: 102 W Congress Street, Tel.: +1-912 233 2600. Öffnungszeiten: Mo-Sa Lunch 11-15, Dinner ab 17 Uhr, So nur Lunchbuffet 11-17 Uhr. Keine telefonischen Reservierungen, man kann (und sollte) sich aber ab 9.30 Uhr persönlich einen Tisch für den laufenden Tag sichern. http://ladyandsons.com

 

Fotos: mauritius images (4), Corbis

 
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